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33 Luxuswohnungen entstehen im einstigen Wasserwerk Saloppe

Wohnen im Denkmal 33 Luxuswohnungen entstehen im einstigen Wasserwerk Saloppe

Noch versperren Bauzäune und Gerüste den Blick auf das weithin sichtbare ehemalige Wasserwerk Saloppe am Fuße des Elbhangs. Doch wenn Petrus einen milden Winter beschert, könnte die Saloppe im kommenden Frühjahr fertig saniert sein. 33 Luxuswohnungen entstehen darin.

Blick zum ehemaligen Wasserwerk Saloppe.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Noch versperren Bauzäune und Gerüste den Blick auf das weithin sichtbare ehemalige Wasserwerk Saloppe am Fuße des Elbhangs. Doch wenn alles nach Plan läuft und Petrus einen milden Winter beschert, könnte die Saloppe im kommenden Frühjahr quasi als viertes Elbschloss komplett mit Park fertig saniert sein. Miljenko Salopek aus Friedberg bei Augsburg hat das denkmalgeschützte Industriedenkmal 2013 von der Drewag gekauft. 33 luxuriöse Eigentumswohnungen lässt der Investor, der sich öffentlich nicht zum Bauvorhaben äußern mag, darin errichten.

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Noch versperren Bauzäune und Gerüste den Blick auf das weithin sichtbare ehemalige Wasserwerk Saloppe am Fuße des Elbhangs. Doch wenn Petrus einen milden Winter beschert, könnte die Saloppe im kommenden Frühjahr fertig saniert sein.

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So viel steht fest: Die Wohnungen sind zwischen 67 und 300 Quadratmeter groß. Sieben Eigentumswohnungen sind noch zu haben – für im Schnitt stolze 4800 Euro pro Quadratmeter. Dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte zufolge sind es die teuersten in ganz Dresden. Was sie so teuer macht, ist beispielsweise die aufwendige denkmalgerechte Sanierung der Sandstein- und Klinkerfassaden. Auch die fehlenden Spitzen der beiden 35 Meter hohen Türme an der Westseite werden nach alten Plänen und Fotos wiedererrichtet. Schöne Details wie der steinerne Brunnen mit den beiden Freitreppen am Westgiebel sollen erhalten bleiben. Die Räume verfügen über riesige, vier Meter hohe und zwei Meter breite Fenster und kleine Balkons mit Blick auf die Elbe. In die Mitte des Gebäudes werden verglaste Lichthöfe hineingebaut.

Die eine Hälfte der Wohnungen entsteht im früheren Kesselhaus, das von der Elbe aus gesehen auf der rechten Seite liegt, die andere im einstigen Maschinenhaus. Die Wohnungen im Maschinenhaus sollen in zwei Wochen rohbaufertig sein, die im Kesselhaus sind es bereits. Das reine Bauvolumen wird auf etwa zwölf Millionen Euro beziffert. Auf der Ostseite neben der Saloppe, dort, wo sich einst das Kohlelager befand, ist ein kleiner Park vorgesehen – mit Bänken und Sitzgruppen. Ähnlich wie im Lahmann-Sanatorium kommen viele Käufer aus Dresden und dem Umland. Die allermeisten wollen ihre Luxuswohnung nicht als Kapitalanlage nutzen, sondern selbst einziehen.

Aus der Geschichte

1871 wurde mit dem Bau des „Wasserwerkes an der Saloppe“ begonnen

der Name Saloppe leitet sich ab von chalupka, das bedeutet auf hochdeutsch etwa „Hütte“ oder „Bude“ und war seit der Zeit der Befreiungskriege die Bezeichnung der damals in der Umgebung anwesenden russischen Soldaten für ein einfaches Wirtshaus in der Nachbarschaft des heutigen Wasserwerks

der Entwurf für das neoromanische Gebäude stammte vom Dresdner Stadtbaurat Theodor Friedrich

die Pläne für die technische Ausstattung des Wasserwerks steuerte Ingenieur Bernhard Salbach bei, der später auch das Wasserwerk Tolkewitz ausstattete

die Gesamtkosten beliefen sich auf 7,75 Millionen Mark

1875 wurde die Saloppe als erstes Wasserwerk der Stadt Dresden eingeweiht

1923 bis 1925 erfolgte eine grundlegende Modernisierung, der Dampfmaschinenantrieb wurde durch Elektroenergie ersetzt

1945 wurde das Wasserwerk teilweise zerstört

1949 wurde die Saloppe technisch wiederhergestellt und der Betrieb fortgesetzt

1980 ist die Saloppe rekonstruiert worden

1993 ging das Trinkwasserwerk vom Netz

im Oktober 2013 verkaufte die Drewag das denkmalgeschützte Wasserwerk an Investor Miljenko Salopek

Ideen, was mit dem Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert passieren könnte, gab es schon viele: Mal sollte es ein Hotel werden, mal eine Uhrenmanufaktur. Auch das Travestie-Revue-Theater „Carte Blanche“ wollte schon in die Saloppe einziehen. All die Pläne sind nicht umgesetzt worden – zu kompliziert die räumlichen Gegebenheiten in dem ungewöhnlichen Gebäude. Zum Beispiel war die alte Maschinenhalle 22 Meter tief. Dort hinein kommt die Tiefgarage.

Anders als seine drei Schlossnachbarn wird die Saloppe nachts noch immer sehr auffällig angestrahlt. Das wird auch so bleiben, bis der letzte Pflasterstein gesetzt ist. Dann soll eine dezente Beleuchtung, die die neuen Bewohner nicht blendet, das grünliche Licht ersetzen.

Von Katrin Richter

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Brockhausstraße 1, 01099 Dresden
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