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32-Jähriger wegen Diebstahl und Betrug vor Gericht

Klauen leicht gemacht 32-Jähriger wegen Diebstahl und Betrug vor Gericht

"Wenn man Drogenkonsument ist, sucht man immer nach Einnahmequellen und schaut, ob irgendwo was zu holen ist, dass man zu Geld machen kann", erzählte Jan K. im Amtsgericht. Und der 32-Jährige fand immer etwas.

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Quelle: dpa

Dresden. Manche Leute machten es ihm und anderen Langfingern aber auch wirklich sehr einfach. So entdeckte der Angeklagte außen an der Wohnungstür eines Hauses auf der Stübelallee einen Schlüsselbund mit Wohnungsschlüsseln und den Schlüsseln für einen Renault Twingo und einen Seat Ibiza. Jan K. probierte die Schlüssel vor dem Haus aus, bei dem Twingo ging die Tür auf. Im Auto lag eine Geldbörse mit Bargeld, EC-Karte, Ausweisen, medizinische Lehrbücher für 300 Euro, Schuhe für 145 Euro und ein MP3-Player. Der 32-Jährige fuhr mit dem Wagen davon. Später holte er sich auch noch den Seat. Den hatte der Besitzer zwar zunächst gesichert bei der Polizei abgestellt, dann aber doch wieder vor dem Haus geparkt und Jan K. schlug mit dem geklauten Schlüssel erneut zu.

Einige Wochen zuvor hatte der Angeklagte die Nummer andersherum abgezogen. Er hatte einen Audi geknackt und darin Wohnungsschlüssel gefunden. Praktischerweise lag die Geldbörse mit Ausweisen und der EC-Karte gleich daneben. Er fuhr zu der Adresse und bediente sich in der Wohnung.

Mit der EC-Karte aus dem Twingo war im Elbepark auch noch für knapp 500 Euro eingekauft worden. Aber nicht von Jan K. Der hatte die EC-Karte vorher an Diana B. übergeben - einer ebenfalls drogensüchtigen Bekannten. Die 30-Jährige saß neben ihm auf der Anklagebank. In ihrer Wohnung war die EC-Karte und noch weiteres Diebesgut, das aus Einbrüchen in Wohnungen, Firmen und Autos stammte, gefunden worden. Allerdings war dafür nicht sie, sondern ihr damaliger Freund verantwortlich, der bereits verurteilt wurde. Er hat auch die EC-Karte genutzt. Der junge Mann war ständig unterwegs, klaute was das Zeug hielt und auch ihm hat man es oft leicht gemacht und manchmal fast zum Diebstahl eingeladen.

"Ich habe das alles nicht mit bekommen, der schleppte ja jeden Tag etwas an." Man kann es ihr glauben, die Wohnung sah aus wie eine Müllkippe, da fiel vieles gar nicht auf, und die junge Frau war ständig zugedröhnt. Heute hat Diana B. die Kurve bekommen und ist clean. Die 30-Jährige wurde freigesprochen. Jan K. wurde zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. In diese Entscheidung floss ein früheres Urteil mit ein.

Monika Löffler

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