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25 Standorte für Windkraftanlagen im Großraum Dresden

25 Standorte für Windkraftanlagen im Großraum Dresden

Das Dresdner Territorium bietet Potenzialflächen für 25 Einzelstandorte von Windkraftanlagen. Das betrifft die Dresdner Heide ebenso wie den Rossendorfer Wald im Schönfelder Hochland, Flächen an der Autobahn 17 in der Nähe der Südhöhe, Gebiete am Autobahndreieck West und am Pumpspeicherwerk in Oberwartha.

Das erklärte Wolfgang Daniels, energiepolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, gegenüber den DNN. Der Regionalplan lasse zwar gegenwärtig noch keine Windkraftanlagen auf Dresdner Territorium zu. Im Zuge der Debatte über das Energie- und Klimaschutzkonzept für die Landeshauptstadt müsste aber auch das Thema Windkraft angesprochen werden. "Es ist der billigste Energieträger", so Daniels.

Der Grünen-Stadtrat widersprach ausdrücklich dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Jan Mücke (FDP), der Windräder im Großraum Dresden kategorisch ausgeschlossen hatte, da sie das Radarsystem des Deutschen Wetterdienstes gefährden würden (DNN berichteten). "Bei Anlagen der neuesten Generation ist das schon lange nicht mehr der Fall", so Daniels. Der von Mücke ins Spiel gebrachte Abstandskorridor von 15 Kilometern zum Radar in Klotzsche sei zu hoch angegeben. Fünf Kilometer wären ausreichend.

Daniels lobte das von der Stadtverwaltung in der vergangenen Woche vorgelegte Energie- und Klimaschutzkonzept. "Darin sind viele Punkte enthalten, die wir schon seit Jahren fordern." Bevor es dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt wird, solle es aber breit in den Ausschüssen, mit Experten und auch auf Bürgerversammlungen diskutiert werden. "Wir wollen das Interesse an Energiethemen in der Bevölkerung wachrütteln."

Ähnlich sieht es Albrecht Pallas, der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion. "Das Konzept enthält sehr viele gute Vorschläge." Er unterstütze eine breite Diskussion und empfinde es wohltuend, dass niemand den Stadtrat zur Eile dränge. Wichtig sei für ihn aber, dass auch konkrete Wege aufgezeigt würden. Gegenwärtig decke Dresden nur drei Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien. "Hier muss sich dringend etwas tun."

Das Konzept biete die Chance, dass sich das Thema Klimaschutz auch in der Verwaltungsstruktur geschäftsbereichsübergreifend widerspiegele. Das Klimaschutzbüro der Stadtverwaltung müsse personell und materiell gestärkt werden, forderte Pallas. "Wir werden auf konkrete Vorschläge zur Umsetzung des Konzeptes drängen."

Thomas Baumann-Hartwig

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.03.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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