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2015 Baustart für Flutschutz im Alten Elbarm in Dresden-Laubegast

2015 Baustart für Flutschutz im Alten Elbarm in Dresden-Laubegast

Über Hochwasserschutzmaßnahmen für Laubegast hat der Ortsbeirat Leuben beraten. Für den alten Elbarm beantragte er eine Schutzanlage von 545 Metern Länge zwischen Tauernstraße und Marburger Straße.

Eine Kombination aus Deich, Mauer und mobilen Elementen soll die am stärksten gefährdeten Gebiete schützen. Im Doppelhaushalt 2013/14 stehen dafür 147 500 Euro zur Verfügung. Die Umsetzung des Vorhabens soll 2015 beginnen. Im Folgehaushalt müssen dafür weitere 516 770 Euro eingestellt werden.

Streit zwischen Stadt und Land blockiert schnelles Handeln

Die Schutzanlage ist bisher auf eine Wasserhöhe von 9,24 Metern ausgelegt. Dieser statistisch berechnete Wert müsse angesichts der jüngsten Flut noch einmal überprüft werden, so Jens-Olaf Seifert vom Umweltamt Dresden. "Jeder Zentimeter, den wir oben draufpacken, ist ein Gewinn für dieses Gebiet", sagte Seifert im Ortsbeirat.

Auch der flutsichere Ausbau eines Zufahrts- und Rettungswegs nach Laubegast sei Gegenstand der Überlegungen. Um dieses Projekt verwirklichen zu können, müsse dann allerdings an anderer Stelle Geld eingespart werden, machte der Vertreter des Umweltamtes deutlich.

Planungen für eine weitere Schutzanlage (Laubegaster Ufer) liegen derzeit auf Eis. Grund dafür ist ein Streit zwischen der Landeshauptstadt Dresden und dem Freistaat Sachsen über die Zuständigkeit für mobile Hochwasserschutzmauern. Zur Klärung will die Landestalsperrenverwaltung des Freistaats die Erneuerung des Sächsischen Wassergesetzes abwarten. Laut SPD-Stadtratsfraktion würde sich die Planung für das Laubegaster Ufer dadurch um mindestens 20 Monate verzögern.

Der Streit betreffe zwar die Zuständigkeit, stelle aber nicht die generelle Notwendigkeit eines Flutschutzes in Frage. In einem Beschluss forderte der Ortsbeirat Leuben daher die Oberbürgermeisterin auf, das Geld für eine Grundlagenermittlung am Laubegaster Ufer aus Haushaltsausgaberesten der Stadt auszulegen, um die Entscheidung über den Hochwasserschutz voranzutreiben. Des Weiteren fordert der Ortsbeirat, dass sich Helma Orosz (CDU) beim Freistaat für eine schnelle Klärung des Streits einsetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.07.2013

Miriam Kruse

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