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20 Jahre Arche Nova – Dresdner Hilfsorganisation plant neue Projekte in Afrika

20 Jahre Arche Nova – Dresdner Hilfsorganisation plant neue Projekte in Afrika

20 Jahre nach der Gründung plant die Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova, ihr Engagement in Afrika auszudehnen. Während die Projekte in Sri Lanka und auf Haiti nach mehreren Jahren vor Ort mangels neuer Fördergelder noch in diesem Jahr beendet werden, wird die Arbeit auf dem schwarzen Kontinent zur Zeit ausgeweitet.

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Nach rund zwei Jahren endet das Arche-Nova-Hilfsprojekt in Haiti zum Jahresende.

Quelle: PR

Neben Ostafrika rückt auch der Westen des Kontinents immer stärker in den Fokus.

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In Sachsen, Brandenburg und Berlin ist Arche Nova mit einem Schulprogramm unterwegs.

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Für die Dresdner Helfer steht dabei vor allem die Wasserversorgung der Menschen im Mittelpunkt. Ging es im ersten Einsatz 1992 noch mit einem schrottreifen Laster zur humanitären Hilfe in den Nordirak, stehen spätestens seit 1999 Wasserversorgung und Sanitäreinrichtungen im Fokus. Rund 1,2 Millionen Menschen habe Arche Nova seitdem mit Trinkwasser versorgt, schätzt Geschäftsführer Sven Seifert. Mit „Vom Lkw hin zum Wasser“ überschreibt er die Entwicklung der Hilfsorganisation.

Inzwischen hat Arche Nova um die 15 Mitarbeiter in den Geschäftsstellen in der Dresdner Yenidze und in Berlin. 40 freie Mitarbeiter unterstützen das Team genauso wie bis zu 100 internationale und lokale Mitarbeiter. Dabei ist Arche Nova vor allem auf Spenden angewiesen. Diese sind extrem von der öffentlichen Wahrnehmung eines Projektes abhängig, so Seifert. 2005 flossen nach dem Tsunami im Dezember davor und dem Erdbeben in Pakistan mehr als 750.000 Euro. Auch 2010 erhielt die Organisation ähnlich hohe Spenden. Im Jahr 2007 kamen hingegen nur rund 50.000 Euro zusammen.

„Es gibt immer Höhen und Tiefen“, sagt Seifert. Wichtig sei daher, dass die Organisation flexibel arbeite. Viele Mitarbeiter hätten wegen der schwankenden Spendengelder nur befristete Verträge oder seien projektbezogen eingestellt. Die Spenden würden aber nur 20 Prozent der Gesamtmittel ausmachen. Ein Großteil der Mittel komme vom Entwicklungshilfeministerium, Unicef oder von anderen Organisationen.

Vor Ort arbeitet Arche Nova nach Eigenangaben vor allem mit Helfern aus der Region. „Ohne lokale Mitarbeiter vor Ort geht es nicht“, so Geschäftsführer Seifert. So könne Arche Nova die richtigen Projekte finden, erhalte einen Zugang zur Kultur des Landes und könne die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter im Land besser absichern.

Vom Kosovo über den Irak, von Mexiko bis Japan und von Ghana bis nach Indonesien fanden inzwischen Hilfseinsätze in der halben Welt statt. Nach sieben Jahren vor Ort endet noch im August der Einsatz in Sri Lanka. Arbeit gebe es zwar noch genug, aber keine neuen Fördergelder. Gleiches gelte für Haiti, wo das Team seit dem Erdbeben 2010 mehr als 20 Dörfer mit Wasser versorgt hat.

Dafür soll jetzt das Engagement in Afrika ausgebaut werden. Seit 2011 sind die Helfer in den Wüsten Äthiopiens im Einsatz und arbeiten dort an der Versorgung mit Wasser. Aktuell beginnen weitere Projekte in Kenia und Uganda. Für die nächsten Monate ist ein Hilfseinsatz im westafrikanischen Mali geplant. 20.000 Flüchtlinge in einem Camp im Süden des Landes sollen Zugang zu Trinkwasser erhalten, so lautet das Ziel des Einsatzes.

Stephan Lohse

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