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19-Jähriger räumt Freunden und Bekannten die Bude aus

Amtsgericht Dresden 19-Jähriger räumt Freunden und Bekannten die Bude aus

Fabian W. macht eigentlich einen sympathischen Eindruck, er ist höflich, zurückhaltend, ruhig. Aber der erste Eindruck täuscht, der 19-Jährige hat es ziemlich dick hinter den Ohren. Wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls steht er derzeit vor dem Amtsgericht, und die Anklage ist ziemlich umfangreich.

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Symbolfoto

Quelle: dpa

Dresden. Der junge Mann auf der Anklagebank macht eigentlich einen sympathischen Eindruck, er ist höflich, zurückhaltend, ruhig – überhaupt nicht krakelend oder aggressiv, wie man es gelegentlich erlebt. Aber der erste Eindruck täuscht, der 19-Jährige hat es ziemlich dick hinter den Ohren. Wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls steht er derzeit vor dem Amtsgericht, und die Anklage ist ziemlich umfangreich.

Fabian W. räumte einige Wohnungen aus. Sie wurden gezielt nach Dingen durchsucht, die man gut verkaufen konnte – Schmuck, Computertechnik, Kameras, Handys, Bargeld – und verschwand dann wieder. Einmal wurde ein kompletter Tresor weggeschleppt. Der Schaden belief sich oft auf mehrere Tausend Euro. Eine Wohnung auf der Heinrich-Zille-Straße wurde gleich zweimal besucht. Besonders perfide an den Einbrüchen: Er beklaute Freunde und Bekannte – bevorzugt weiblichen Geschlechts – oder deren Eltern, wenn sie noch bei denen lebten.

Die Vorgehensweise war immer ähnlich. Er stahl ihnen in deren Wohnung oder bei Partys in seiner Wohnung die Schlüssel aus der Tasche, ging noch während der Fete auf Raubzug und steckte die Schlüssel, bevor es die Besitzer merkten, wieder zurück. Um sicher zu gehen, dass sich niemand in deren Wohnungen aufhielt, wurden die Leute vorher ausgefragt. So war er vor bösen Überraschungen sicher. Die Betroffenen waren dann ziemlich baff, wenn sie ihre geplünderten Wohnung betraten. Das Diebesgut wurde verkauft, besser gesagt, verschleudert. Für eine Uhrensammlung im Wert von etwa 10 000 Euro bekam er bei einem Hehler gerade einmal 2000 Euro. Mit dem Geld finanzierte sich der Angeklagte seinen Drogenkonsum. Fabian W. hat eine Bilderbuch-Drogenkarriere hingelegt. Er begann mit 14 Jahren mit Marihuana, stieg dann auf Crystal um, warf Koks und Ecstasy ein, schmiss die Schule und die Ausbildung und verlegte sich aufs Klauen, um die Drogen bezahlen zu können.

Der Angeklagte legte ein umfassendes Geständnis ab, wiegelt nicht ab oder schob anderen die Schuld in die Schuhe, sondern räumte ein, was er verbockt hat – aber nur das. Einige Anklagepunkte blieben offen. Fabian W. ging nicht allein auf Diebestour, da war meist ein Kumpel dabei. Offenbar wurden Fabian W. Dinge in die Schuhe geschoben. Es besteht noch etwas Klärungsbedarf. Urteil folgt.

Der Angeklagte legte ein umfassendes Geständnis ab, wiegelt nicht ab oder schob anderen die Schuld in die Schuhe, sondern räumte ein, was er verbockt hat - aber nur das. Einige Anklagepunkte blieben da offen. Fabian W. ging nicht allein auf Diebestour, da war meist ein Kumpel dabei. Das heißt Kumpel stimmt wohl nicht ganz, offenbar wurden Fabian W. da Dinge in die Schuhe geschoben, die er nicht getan hatte. Da besteht noch etwas Klärungsbedarf. Urteil folgt.

Von Monika Löffler

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