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1831 Dresdner besitzen Waffen

Jäger und Sportschützen sind in der Überzahl 1831 Dresdner besitzen Waffen

In Dresden besitzen 1831 Privatpersonen 7895 Schusswaffen. Diese Zahlen nannte jetzt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) auf Anfrage der Grünen-Stadträtin Kerstin Harzendorf. So sind in der Statistik 618 Jäger mit 2364 Schusswaffen aufgeführt, 17 Sammler besitzen 644 Waffen. Außerdem sind 1084 Sportschützen mit 4514 Schusswaffen registriert.

Symbolfoto

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. In Dresden besitzen 1831 Privatpersonen 7895 Schusswaffen. Diese Zahlen nannte jetzt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) auf Anfrage der Grünen-Stadträtin Kerstin Harzendorf. So sind in der Statistik 618 Jäger mit 2364 Schusswaffen aufgeführt, 17 Sammler besitzen den Angaben zufolge 644 Waffen. Außerdem sind 1084 Sportschützen mit 4514 Schusswaffen registriert. Dagegen gibt es nur 18 Personen, auf die wegen beruflichen Gründen 534 Waffen angemeldet sind. Das betrifft überwiegend die Inhaber von Bewachungsunternehmen.

Das Ordnungsamt hat im vergangenen Jahr bei 44 Waffenbesitzern die Aufbewahrung der Waffen kontrolliert. Das Amt habe eine höhere Kontrolldichte angestrebt, so Sittel, doch das sei nicht möglich gewesen, da die Hauptsachbearbeiterin für Waffenangelegenheiten in Mutterschutz und anschließend Elternzeit gegangen sei und ihr Vertreter erst hätte eingearbeitet werden müssen. Inzwischen hat das Amt mehr Waffenbesitzer kontrollieren können – im Januar und Februar dieses Jahres gab es bereits 16 Kontrollen. Das ist immer noch wenig, laut Sittel müssen aber immer zwei Bedienstete bei den Kontrollen anwesend sein. „Aus personeller Sicht konnten keine häufigeren Kontrollen durchgeführt werden, da seit Herbst 2015 ein enormer Anstieg von Anträgen für den Kleinen Waffenschein zu verzeichnen ist.“ Der Kleine Waffenschein berechtigt zum Führen von Schreckschuss-, Signal- oder Reizstoffwaffen.

Laut Waffengesetz muss die Zuverlässigkeit von Inhabern waffenrechtlicher Erlaubnissen regelmäßig alle drei Jahre überprüft werden, erläuterte Sittel. Im vergangenen Jahr sei bei elf Personen wegen fehlender Zuverlässigkeit die waffenrechtliche Erlaubnis widerrufen worden. In einem Fall habe ein Waffenbesitzer die Schusswaffen nicht sicher aufbewahrt, in zwei weiteren Fällen habe es kein Bedürfnis mehr für einen Waffenbesitz gegeben. Die Stadt habe auch zwei Anträge auf Erteilung eines Jagdscheins wegen fehlender persönlicher Eignung abgelehnt.

Zwei Personen haben im vergangenen Jahr einen Antrag auf Erteilung eines Waffenscheins gestellt, weil sie sich für besonders gefährdet hielten. Beide zogen laut Sittel ihre Anträge zurück, nachdem ihnen von Rathausmitabreitern die Erteilungskriterien erörtert worden seien, zu denen die Erstellung einer Gefährdungsanalyse durch die Polizei und der Nachweis der Sachkunde im Verteidigungsschießen gehören.

Im vergangenen Jahr gab es 133 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen waffenrechtlicher Verstöße, dabei verhängte das Ordnungsamt 87 Bußgeldbescheide. In 18 Fällen wurden die Verfahren eingestellt, 28 Fälle werden laut Sittel noch bearbeitet. Die Höhe der verhängten Bußgelder beträgt 13 814,50 Euro. Bei den meisten Fällen handelte es sich um Verstöße gegen die Auskunftspflicht.

Für das Ausstellen von waffenrechtlichen Erlaubnissen hat die Stadt im vergangenen Jahr 85 092,77 Euro Gebühren kassiert. Für die Regelüberprüfungen wurden den Waffenbesitzern 17 978,03 Euro in Rechnung gestellt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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