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17.000 Menschen kommen zu Weihnachtlicher Vesper vor der Frauenkirche in Dresden

17.000 Menschen kommen zu Weihnachtlicher Vesper vor der Frauenkirche in Dresden

Andrang vor barocker Kulisse: Tausende Menschen haben sich bei der 20. Weihnachtlichen Vesper vor der Dresdner Frauenkirche auf die kommenden Feiertage eingestimmt.

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Zur Christvespter an der Frauenkirche kamen am Sonntag trotz widrigem Wetters 17.000 Menschen.

Quelle: dpa

An der erstmals vom MDR-Fernsehen live übertragenen Christvesper nahmen am Sonntag auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) teil. Nach Angaben der Veranstalter waren trotz widriger Witterung 17.000 Besucher gekommen, die sich mit Regenschirmen gegen die andauernden Niederschläge schützten.

Landesbischof Jochen Bohl warb vor der Vespergemeinde für Frieden und Verständigung. Leider seien bestimmte Vorurteile wieder aufgetaucht, sagte er mit Blick auf die Schuldenkrise. Sie hätten schon in der Vergangenheit das Zusammenleben der Völker erschwert. Bohl sagte: „Bei uns kann man hören, die Südländer seien verantwortungslos, wollten nur an unser Geld“. Woanders heiße es, Deutschland wolle Europa seinen Willen aufzwingen, diesmal über die Währung.

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17.000 Dresdner haben am Sonntag trotz nasskalten Wetters die traditionelle Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche besucht.

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Er habe geglaubt, solches Geschwätz sei überwunden. Aber die Fliehkräfte hätten zugenommen. Der Frieden brauche stets den Friedenswillen und die Bereitschaft zur Versöhnung, sagte der Bischof.

Am musikalischen Programm der Vesper waren unter anderem der Entertainer und Opernsänger Gunther Emmerlich, der Dresdner Motettenchor und das Blechbläserensemble Ludwig Güttler beteiligt.

Sachsens Ministerpräsident Tillich verwies in einer Ansprache auf die Weihnachtsgeschichte über der Geburt Jesu und warb für ein Leben mit Kindern. Jede neue Familie führe die Familientradition weiter, und auch künftig werde es glänzende Kinderaugen zu Weihnachten geben. Sie seien die Lichter in der Finsternis, die mancher angesichts der alternden Gesellschaft kommen sehe. „Wo Kinder geboren werden, da haben Traditionen Bestand“, sagte er.

Zur Vesper an der Frauenkirche versammeln sich seit 1993 an jedem Vorabend des 24. Dezember Tausende Dresdner. Zunächst fanden sie sich an der Baustelle für den Wiederaufbau des 1945 zerstörten Gotteshauses ein. Auch nach der Einweihung der Kirche 2005 blieb die Tradition erhalten. Die Vesper gilt mittlerweile als die größte regelmäßige Gottesdienstveranstaltung unter freiem Himmel in Deutschland. Veranstalter ist die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche. Ihren Angaben zufolge kamen zu den 20 Vespern insgesamt rund 400.000 Menschen.

dapd

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