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17. Juni: Schau im Dresdner Landtag zeigt Unterdrückung und Widerstand

17. Juni: Schau im Dresdner Landtag zeigt Unterdrückung und Widerstand

"Die DDR - zwischen Repression und Widerspruch" heißt eine Ausstellung, die zum 60. Jahrestag des Volksaufstandes ab heute im Dresdner Landtag gezeigt wird. Zeitgleich ist sie im Berliner Abgeordnetenhaus zu sehen.

"Mit unserer Ausstellung wollen wir einen Beitrag leisten, die junge Generation stärker als bisher mit der Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und deren Überwindung vertraut zu machen", sagt Lutz Rathenow, Sachsens Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

Die Text-Bild-Dokumentation stammt aus seinem Team, wurde von den Historikerinnen Nancy Aris (Rathenows Stellvertreterin) und Kathryn Babeck erarbeitet und konzipiert.

"Das Wechselverhältnis von Repression und Widerstand steht im Mittelpunkt", sagt Katryn Babeck. Die chronologische Darstellung umfasst zentrale Ereignisse und öffnet zugleich den Blick auf weniger bekannte Aspekte. Strukturen werden offen gelegt, Einzelschicksale geben der Geschichte ein Gesicht."

Die Schau lässt sich vervielfältigen, kann also an mehreren Orten gleichzeitig gezeigt werden. Zudem ist sie so angelegt, dass sie sich in kleinere Ausstellungen zu Einzelthemen teilen lässt. So beschränkt sich die akuelle Präsentation im Bürgerfoyer des Dresdner Landtages auf die Kapitel über den Volksaufstand und weitere Proteste. Zum 17. Juni gibt es zehn Tafeln, die sich unter anderem den Auseinandersetzungen in Ostberlin, Leipzig und Görlitz widmen. Das Team von Rathenow hat nicht zuletzt das kommende Jahr im Blick, in dem der 25. Jahrestag der friedlichen Revolution begangen wird.

Mit dem Ausstellungsthema Repression und Widerspruch hat Rathenow, 1952 in Jena geboren, persönliche Erfahrungen gesammelt. Als Bürgerrechtler in einem Netzwerk mit Bärbel Bohley, Jürgen Fuchs und anderen wurde er verfolgt und zweimal verhaftet. Der SED-Staat wollte Rathenow abschieben, er ließ sich aber nicht darauf ein und blieb für die DDR ein stets unbequem denkender Geist.

Seit 2011 wirkt er als Landesbeauftragter in Sachsen. Seine Dienststelle im Dresdner Ministerium der Justiz kümmert sich um die Opfer der SED-Diktatur und gibt Publikationen heraus.

@Die Ausstellung im Dresdner Landtag, Bernhard-von-Lindenau-Platz, kann ab heute bis zum 26. Juni montags bis freitags 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Wer an Informationen zu Umfang und Kosten der Ausstellung interessiert ist, kann sich per E-Mail an nancy.aris@lstu.smj.sachsen.de wenden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.06.2013

Thomas Mayer

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