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15 Prozent Besucherrückgang im Dresdner Verkehrsmuseum

Ausbleibende Touristen 15 Prozent Besucherrückgang im Dresdner Verkehrsmuseum

Die Museen der Stadt Dresden machen schwere Zeiten durch. Auch das Verkehrsmuseum bekam im vergangenen Jahr die Auswirkungen drastisch zurückgehender Touristenzahlen deutlich zu spüren. Der Start 2016 sei jedoch gut gewesen.

Das Dresdner Verkehrsmuseum vom Neumarkt betrachtet.

Quelle: Archiv

Dresden.  Die Museen der Stadt Dresden machen schwere Zeiten durch. Auch das Verkehrsmuseum bekam im vergangenen Jahr die Auswirkungen drastisch zurückgehender Touristenzahlen deutlich zu spüren. Gegenüber dem Rekordjahr 2014, wo etwas über 250 000 Besucher den Weg ins Johanneum fanden, wurden 2015 15 Prozent weniger Gäste gezählt. Doch Museumsdirektor Joachim Breuninger gibt sich optimistisch: „Wir hatten einen guten Start ins Jahr 2016, im Februar kamen über 18 000 Besucher.“

Auch kann er auf Veränderungen in der Museumsgestaltung verweisen, die Besucher anlocken sollen. So präsentiert sich ab sofort ein völlig neu gestalteter Lichthof gleich hinter dem bisherigen Kassenbereich. „Das Verkehrsmuseum öffnet sich weiter, zukünftig kann jeder durch den Lichthof flanieren, ähnlich wie im Schlosshof“, erläutert Breuninger das neue Konzept. „Tagsüber wird der Lichthof gleichermaßen vom Neumarkt und vom Stallhof aus eintrittsfrei zugänglich sein. Die Besucher können verweilen, sich über das Verkehrsmuseum informieren und durch die Fenster schon mal einen Blick auf die Eisenbahnausstellung werfen. Der Lichthof steht nun für verschiedene museale Veranstaltungen zur Verfügung und kann abends als Eventlocation genutzt werden“. Zur Zukunft des Verkehrsmuseums im Johanneum befragt, erklärte Breuninger, dass es eine schriftliche Bestandszusage bis zum Jahre 2025 durch das Finanzministerium des Freistaates gebe. Überlegungen zu einer Standortveränderung des Museums seien daher für ihn kein aktuelles Thema.

Zum Dresdner Tourismustag am Sonnabend unter dem Motto „Entdecke Deine Stadt“ bietet das Museum unterschiedliche Führungen für Kinder und Familien an. Außerdem ist das Verkehrsmuseum ab sofort eine Station der neuen Kindertour der Stadtrundfahrt. Zum Montagsevent „Dresden geht aus“ lädt das Museum zum abendlichen Bummel zwischen 17 und 20 Uhr ein, um die mobile Welt einmal in einem anderen Licht zu erleben.

Das Verkehrsmuseum leistet eigene Beiträge zum Flüchtlingsprojekt „Willkommen im Museum“ von vier Dresdner Museen. In einer ersten Veranstaltung üben Mitarbeiter des Museums am 24. März mit Flüchtlingen, wie der Straßenverkehr in Deutschland funktioniert. „Migration“ wird eine vom 16. Juni bis 30. Dezember laufende Sonderausstellung heißen, die sich mit der Geschichte und der Gegenwart von Auswanderung, Flucht und Vertreibung auseinandersetzt. Thematisch ganz anders angesiedelt ist die vom 16. September bis zum Jahresende gezeigte Sonderausstellung „Deutschland unter der Haube“. Es ist ein einmaliges, internationales Kunstprojekt, das sich mit des Deutschen liebsten Kindes – dem Auto – befasst.

Bis zur Eröffnung der künftigen Schifffahrtsausstellung im Mai 2017 verkürzt eine Best-of-Ausstellung mit einer Auswahl der spannendsten Exponate zur Elbe- und Seeschifffahrt die Wartezeit (DNN berichteten). Das Konzept der künftigen Schifffahrtsausstellung kommt vom Nürnberger Architekten Marius Schreyer. Stolze 600 000 Euro wird der Museumsdirektor für diese Schau aufbringen müssen. Da bleibe für Beschaffungen in den Bereichen Eisenbahn, Luftfahrt oder Straßenverkehr nichts übrig, fügt er hinzu.

Mit Blick auf 2017 kündigt Breuninger eine von Februar bis April laufende Sonderausstellung über die legendäre Motorradmarke MZ an. Dafür werden Ausstellungsstücke und Geschichten rund um MZ gesucht.

Service: Verkehrsmuseum Dresden, Augustusstraße 1; Tel: 8644-0; Öffnungszeiten: Di.-So. 10-18 Uhr, Eintritt: Erw. 9 Euro, Erm. 4 Euro, Familien 15 Euro; Osterferienprogramm: 25. März bis 3. April, 10-18 Uhr Osterhasenwerkstatt; 27. März bis 3. April, 10-18 Uhr Ostermäuse-Versteckspiel; das Museum ist auch am Ostermontag geöffnet.

Meldungen zu Ausstellungsstücken für die MZ-Sonderausstellung sind per Mail an thomas.giesel@verkehrsmuseum –dresden.de möglich.

Von Peter Weckbrodt

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