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15 Jahre Engagement für den Dresdner Neumarkt - Gesellschaft begeht im Mai ihr Jubiläum

15 Jahre Engagement für den Dresdner Neumarkt - Gesellschaft begeht im Mai ihr Jubiläum

„Viele Menschen denken, der Neumarkt sei fertig. Aber die schönsten Sachen kommen ja noch zum Beispiel mit dem Jüdenhof“, sagt Stefan Hertzig, Zweiter Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND).

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Die Frauenkirche am Neumarkt in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

Im April feiert die GHND ihr 15-jähriges Bestehen und blickt laut ihrem Vorstandsvorsitzenden Torsten Kulke auf eine Erfolgsgeschichte zurück: „Wir haben das Erscheinungsbild des Neumarkts ganz wesentlich beeinflusst.“

Anlass für die Gründung der GHND seien Befürchtungen gewesen, dass sich am Neumarkt Bausünden wie der moderne Advanta-Riegel am Zwinger wiederholen könnten, erinnert sich Kulke. „Wir wollten nichts anderes, als dass die Stadt ihre eigenen städtebaulichen Vorgaben umsetzt. Wir wollten ein Bekenntnis zur historischen Rekonstruktion des Neumarkts.“

Fast 700 Mitglieder hat die GHND, die Jahr für Jahr über 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit leisten würden. Auch wenn der überwiegende Anteil der Mitglieder laut Manfred Mikut, dem Dritten Vorstandsvorsitzenden, das Rentenalter schon überschritten hat, würden sich auch viele jüngere Menschen für den Neumarkt engagieren.

Die GHND will ihr Jubiläum mit zwei Veranstaltungen am 15. und 16. Mai begehen, zu der die Mitglieder klangvolle Namen aus den Bereichen Stadtentwicklung und Bauen eingeladen haben. Es sollen aber auch Investoren, die am Neumarkt gebaut haben, zu Wort kommen – und die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen so kurz vor der Kommunalwahl. „Wir haben keinen parteipolitischen Anspruch“, bekennt Kulke, „wir sind mit allen Fraktionen im Kontakt.“ Wie Mehrheiten zustande kommen, sei weniger wichtig als dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

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Die aktuelle Bebauung am Dresdner Neumarkt rund um die Frauenkirche.

Zur Bildergalerie

Dank der GHND sei das „Gewandhaus“ in Form einer modernistischen Kunsthalle verhindert worden, die ins Gespräch gebrachte Verschiebung des Hotels Stadt Rom habe der Stadtrat auf Initiative der GHND abgelehnt. „Wir können doch Gebäude nicht beliebig hin- und herschieben, wenn wir sie wieder aufbauen wollen“, so Kulke. Auch selbst hat die GHND einen Beitrag für den Neumarkt geleistet und das Barockhaus Rampische Straße 29 wiederhergestellt. „Das war ein immenser Kraftakt“, bekennt der Vorsitzende.

Auch wenn der Neumarkt in den nächsten 15 Jahren fertig bebaut sein dürfte, die GHND wird es weiter geben, erklärt Hertzig. „Die Häuser müssen ja auch mal saniert werden, es wird Begehrlichkeiten wegen Werbung geben.“ Die Themen würden der GHND nicht ausgehen, die ihr Augenmerk laut Kulke zudem auf den Neustädter Markt legen will. „Dieser Stadtraum soll wieder entstehen.“ Und zwar nicht mit historischen Gebäuden, sondern mit zeitgenössischer Architektur.

Thomas Baumann-Hartwig

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