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15 Dresdner Schlecker-Filialen stehen vor dem Aus

15 Dresdner Schlecker-Filialen stehen vor dem Aus

In Dresden sind 15 Schlecker-Filialen von der Schließung bedroht. Das geht aus einer vorläufigen Schließungsliste hervor, die den DNN vorliegt. Vom Unternehmen selbst wurden zwölf der Filialen bestätigt.

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In Dresden sind 15 Schlecker-Filialen von der Schließung bedroht.

Quelle: dpa

Nach Information von DNN-Online erhielten aber auch die drei übrigen Filialen die Information, dass ihr Standort bedroht ist. Sachsenweit sollen sogar voraussichtlich 128 Schlecker-Filialen dichtgemacht werden. Im Freistaat steht damit gut die Hälfte der Filialen vor dem Aus. Neben den 117 kleineren Standorten sind in Sachsen auch elf größere, sogenannte XL-Filialen betroffen.

Allein in Dresden sollen laut der Liste 15 Filialen der insolventen Drogeriekette schließen, unter anderem auf der Zwinglistraße, auf der Grunaer Straße sowie die XL-Filiale am Hubertusplatz. Im Dresdner Umland sind es weitere 17, darunter vier in Pirna, je zwei in Sebnitz und Meißen sowie XL-Filialen in Wilsdruff und Coswig. Schlecker selbst veröffentlichte eine Liste mit Stand vom Dienstag, auf der jedoch einige der zuvor noch benannten Standorte fehlen. Diese sollen jedoch noch nicht endgültig aus dem Schneider sein.

„Das, was angedacht wurde, wird tatsächlich umgesetzt", kommentierte am Dienstag Jörg Lauenroth-Mago, Fachbereichsleiter von Verdi, die Zahlen. Die schlimmsten Befürchtungen seien damit bestätigt worden. Allerdings hoffe man, dass es nicht endgültig bei dieser Liste bleibt, so der Gewerkschafter. Auch ein Schlecker-Sprecher wies darauf hin, dass die Schließungslisten vorab an die Arbeitnehmervertreter gegangen seien, die sich bis Ende der Woche damit auseinandersetzen und Vorschläge für Änderungen machen könnten.

Dem Betriebsrat machte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Abend im thüringischen Oberhof das Angebot, die Schließung von 400 Filialen nochmals zu überprüfen. Bei rund 2000 Filialen der insolventen Drogeriekette stehe die Schließung jedoch fest. Er wolle bis zum 27. oder 28. März Klarheit - spätestens am 1. April wird das Amtsgericht Ulm das Insolvenzverfahren über die frühere Nummer eins der Drogeriemärkte eröffnen.

Mit Blick auf eine Transfergesellschaft, die die rund 12 000 betroffenen Mitarbeiter auffangen soll, hofft der Insolvenzverwalter weiterhin darauf, dass die Politik einen Kredit oder eine Bürgschaft ermögliche. Sollte keine staatliche Finanzspritze für eine Transfergesellschaft kommen, könnte das Investoren für die insolvente Drogeriekette abschrecken, warnte Geiwitz. Die bundeseigene Förderbank KfW hatte Kredite abgelehnt. Nils Schmid (SPD), Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg, forderte gestern die Bundesregierung jedoch erneut zur Hilfe auf.

Landesförderbanken könnten die Transfergesellschaft nicht ohne Weiteres finanzieren, daher bleibe der KfW-Kredit „der Königsweg". Die nötigen rund 70 Millionen Euro kann Schlecker laut Geiwitz innerhalb eines halben Jahres, für das eine solche Gesellschaft gedacht wäre, zurückzahlen. Nächste Woche wollen sich auch die Bundesländer nochmals koordinieren. Im Gespräch sind auch Landesgesellschaften. Verdi-Experte Lauenroth-Mago forderte daher auch die mitteldeutschen Landesregierungen auf, tätig zu werden.

Stefan Schramm / Sabine Schanzmann-Wey / Julia Giertz, dpa

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