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13. Februar: Verein springt für Dresden in die Bresche

Gedenken auf dem Heidefriedhof 13. Februar: Verein springt für Dresden in die Bresche

Die Landeshauptstadt Dresden hat sich von ihrer traditionellen Gedenkveranstaltung zum 13. Februar auf dem Heidefriedhof verabschiedet. Das stieß auf Kritik. Jetzt hat ein Verein Verantwortung übernommen und organisiert ein individuelles Gedenken für die Dresdner auf der größten Kriegsgräberstätte der Stadt.

Weiße Rosen sollen an den Kriegsgräbern aufgesteckt werden.
 

Quelle: DNN

Dresden. Am 13. Februar wird es doch eine Gedenkveranstaltung auf dem Heidefriedhof geben. Die Landeshauptstadt Dresden hat zwar ihre traditionelle Gedenkveranstaltung auf der größten Kriegsgräberstätte Dresdens abgesagt (DNN berichteten). Dafür ist der Verein „Denk Mal Fort! – Die Erinnerungswerkstatt Dresden“ in die Bresche gesprungen und lädt um 10 Uhr auf den Heidefriedhof ein. Treffpunkt ist die Skulptur „Trauerndes Mädchen am Tränenmeer“.

„Nach einem musikalischen Auftakt werden wir gemeinsam zu den Gräbern der Luftkriegstoten gehen und dort weiße Rosen auf den Grabflächen ausstecken“, kündigte Vereinsvorsitzender Holger Hase an. Anschließend werde Superintendent Albrecht Nollau am Aschegrab ein geistliches Wort sprechen. Der Verein lade danach zum Gespräch und Gedankenaustausch über die Zukunft des Erinnerns auf dem Heidefriedhof in der Feierhalle ein, so Hase.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung soll das individuelle Gedenken stehen, erklärte der Vereinsvorsitzende. Es gehe nicht um politische Willensbekundungen. Die Besucher würden deshalb gebeten, auf Kränze zu verzichten. Privater Blumenschmuck und andere Erinnerungsgaben seien natürlich jederzeit willkommen.

„Es wäre nicht nachvollziehbar gewesen, wenn nach Jahrzehnten auf einmal keine Gedenkveranstaltung auf dem Heidefriedhof mehr angeboten wird“, begründete Hase den Grund für sein ehrenamtliches Engagement. „Wir wollen keine Lücke im öffentlichen Raum lassen, die dann von anderen genutzt wird.“ Er sei vom Kulturamt angesprochen worden, ob er die Verantwortung für das Gedenken auf dem Heidefriedhof übernehmen wolle. „Der Vereinsvorstand hat sich dafür entschieden.“

Die Friedhofsverwaltung sei sehr kooperativ gewesen, das Kulturamt unterstütze die Veranstaltung finanziell. „Es scheint ein Bedürfnis in der Bürgerschaft zu geben“, schätzt Hase das Interesse an einem Gedenken auf dem Heidefriedhof ein. Die Stadtverwaltung habe ihm die Teilnahme von Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) angekündigt, aber auch Vertreter von Parteien hätten ihr Kommen bereits mitgeteilt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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