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13. Februar: Bundespräsident Joachim Gauck soll Gedenkrede in Dresden halten

13. Februar: Bundespräsident Joachim Gauck soll Gedenkrede in Dresden halten

Frauenkirche statt Heidefriedhof: Die Stadt denkt darüber nach, zum 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 2015 ihr Konzept für die offizielle Gedenkveranstaltung umfassend zu ändern.

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Joachim Gauck.

Quelle: Matthias Balk

So könnte das in die Kritik geratene ehrende Gedenken auf dem Heidefriedhof von einer Gedenkveranstaltung in der Frauenkirche abgelöst werden. Die Stadt hat Bundespräsident Joachim Gauck angefragt, die Gedenkrede zum 70. Jahrestag in dem wiedererrichteten Gotteshaus zu halten.

Das Bundespräsidialamt bestätigte gegenüber den DNN die Bitte der Landeshauptstadt Dresden. "Wir werden in der Gesamtschau für das Jahr 2015 prüfen, ob der Bundespräsident die Einladung annehmen kann", erklärte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes. "Im nächsten Jahr gibt es sehr viele Termine, die mit dem 70. Jahrestag des Kriegsendes in Zusammenhang stehen. Das müssen wir in ein Gleichgewicht bringen", so die Sprecherin weiter. Die Entscheidung, ob Joachim Gauck am 13. Februar 2015 nach Dresden kommen wird, werde voraussichtlich noch in diesem Jahr fallen.

Die offizielle Gedenkveranstaltung auf dem Heidefriedhof war in den vergangenen Jahren immer problematischer geworden, da sich verstärkt Rechtsextreme unter die Teilnehmer gemischt und Kränze niedergelegt hatten. Der Versuch, das zu verhindern, indem die Kranzniederlegung durch das Niederlegen von weißen Rosen ersetzt wurde, zeigte wenig Wirkung. In diesem Jahr kamen am 13. Februar mehr als 100 Rechtsextreme auf den Heidefriedhof. Die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt war in den vergangenen Jahren außerdem bereits mehrfach von Personen aus dem linken Spektrum gestört worden.

Eine Gedenkveranstaltung in der Frauenkirche würde den Vorteil bieten, ungebetenen Gästen die Tür weisen zu können, weil die Stadt dort das Hausrecht ausüben und nur geladene Gäste zulassen könnte. Dies erscheint umso wichtiger, weil zum 70. Jahrestag der Fliegerangriffe kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Weltöffentlichkeit nach Dresden schauen wird. Die wiederaufgebaute Frauenkirche gilt als Symbol der Versöhnung und wäre ein idealer Ort für eine Gedenkveranstaltung mit hochrangigen deutschen und europäischen Politikern.

Die Stadt ruft erneut die Dresdner und die Bewohner des Umlandes zu einer Menschenkette rund um die Dresdner Altstadt auf. Sie soll wieder die Botschaft in alle Welt aussenden, dass sich Dresden seiner Verantwortung für Frieden und Demokratie bewusst ist. Vom 26. Januar bis 15. Februar wird es außerdem eine Vielzahl von Veranstaltungen geben, die im Zusammenhang mit dem 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens stehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2014

Baumann-Hartwig, Thomas

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