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124 Kindern wird nach Essen schlecht: Diakonie-Kitas betroffen - Unklar ob nur ein Essensanbieter alle belieferte

124 Kindern wird nach Essen schlecht: Diakonie-Kitas betroffen - Unklar ob nur ein Essensanbieter alle belieferte

Die Zahl der betroffenen Kinder, die sich am Mittwoch nach dem Mittagessen übergeben mussten, ist noch einmal gestiegen. In Dresdner Kindertagesstätten klagten insgesamt 124 Mädchen und Jungen kurzzeitig über Übelkeit und Erbrechen, so das Gesundheitsamt.

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Quelle: dpa

„Es gab noch Nachmeldungen“, sagte die Stellvertretende Amtsärztin des städtischen Gesundheitsamtes, Franziska Darmstadt.

109 Kinder hätten sich einmal übergeben und 15 weitere über Unwohlsein geklagt. „Allen ging es kurz danach wieder gut, es ist keiner im Krankenhaus.“ Insgesamt waren 17 Einrichtungen in Dresden und eine in einem anderen, von der Stadtverwaltung nicht näher benannten Ort betroffen.

Wie Dresdens Diakonie-Direktor Christoph Stolle auf DNN-Anfrage mitteilte, waren die zwei evangelischen Kindertagesstätten „Himmelsschlüssel“ in Weixdorf und „Senfkorn“ in der Neustadt betroffen. Beide werden vom Essensanbieter „Kinderküche Dresden“ beliefert. In der Weixdorfer Einrichtungen erbrachen sich sechs Kinder, in der Neustadt klagten nach Diakionieangaben drei Kinder über Übelkeit. Bei allen seien aber die Symptome schnell abgeklungen.

„Wir sind mit der Versorgung der Kinderküche seit Jahren zufrieden und beziehen auch weiterhin Speisen von dort“, so Stolte. Sowohl Diakonie als auch die Kinderküche hatten das Gesundheitsamt informiert und gehen offensiv mit dem Vorfall um, betont der Direktor. „Der Vorfall muss genau untersucht werden, um die Kinderküche als Caterer nicht an den Pranger zu stellen“, so Stolte. Der Anbieter selbst war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Ob die Kinderküche auch die anderen betroffenen Kitas beliefert hat, ist unklar. Die Stadt nannte auf Anfrage weder Namen der Einrichtungen noch einen Essensanbieter. Die Kitas des Deutschen Roten Kreuzes waren nicht betroffen, bestätigte das Unternehmen. Andere Einrichtungen waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Großanbieter Sodexo und Apetito sind nicht betroffen, so die Unternehmen auf Anfrage. Die Häufigkeit der Fälle reichte am Mittwoch von einem bis zu maximal elf Fällen pro Kita. 

Nach der Mahlzeit waren dem Gesundheitsamt zunächst 39 Fälle in fünf Kitas gemeldet worden. In weiteren Einrichtungen hatte die Behörde dann gezielt nachgefragt, die Zahl erhöhte sich auf 92 Kinder und 15 Einrichtungen. Die Stadt macht keine Angaben, ob alle von einem Anbieter beliefert werden. Das Gesundheitsamt hatte sechs Stuhlproben von Kindern und acht vom Personal entnommen. Die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) konnte bei der Untersuchung der Essensproben bisher keine auffälligen mikrobiologischen Befunde finden, abschließende Ergebnisse werden Mitte nächster Woche erwartet, so das Gesundheitsamt. Auch die Auswertung der Stuhlproben in der Landesuntersuchungsanstalt läuft derzeit noch, mit Ergebnissen wird erst nächste Woche gerechnet. „Norovirus und Salmonellen schließe ich nahezu aus“, sagte die Ärztin. Dafür spreche das Fehlen von Durchfall und Folgeerkrankungen und dass die Probleme schnell wieder verschwanden. „Ich weiß nicht, ob wir die Ursache überhaupt finden“, heißt es.

Julia Vollmer

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