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122 Masernfälle in Dresden: Virus breitet sich im ganzen Stadtgebiet aus

122 Masernfälle in Dresden: Virus breitet sich im ganzen Stadtgebiet aus

Die Osterferien konnten die Masernwelle in Dresden nicht stoppen. Sowohl Gesundheitsamt als auch die betroffenen Schule hatten sich durch die freien Tage eine Entspannung erhofft.

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Konzentrierte sich die Ausbreitung des Virus zunächst hauptsächlich auf die Neustadt .

Quelle: dpa

Das Gesundheitsamt meldete am Dienstag 122 Masernfälle im Stadtgebiet. Damit sind seit der 1. Aprilwoche fast 50 Fälle dazugekommen.

Konzentrierte sich die Ausbreitung des Virus zunächst hauptsächlich auf die Neustadt und die dort ansässige freie Waldorfschule, gibt es nun Fälle im gesamten Stadtgebiet. „Im Vergleich zu den letzten Wochen gibt es keine neuen Schwerpunkte, an denen Kinder oder Jugendliche an Masern erkrankt sind. Alle Einzelfälle zusammengerechnet sind bisher an insgesamt 11 Kindertageseinrichtungen und Schulen Masern aufgetreten“, so Marco Fiedler vom Geschäftsbereich Soziales.

Inzwischen mussten auch fünf Patienten stationär im Krankenhaus behandelt werden. „In der Kinder- und Jugendklinik des Städtischen Klinikums Dresden-Neustadt werden mehrere Kinder mit mäßig schweren Masernerkrankungen behandelt“, so Krankenhaussprecherin Sabine Hunger.

Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut weißt nachdrücklich daraufhin, dass Masern keine harmlose Kinderkrankheit sind. „Im Schnitt müssten 25 Prozent der Erkrankten stationär im Krankenhaus behandelt werden. einer von 1000 Patienten stirbt an dem Virus“, so die Sprecherin. Das Virus schwäche den Erkrankten so sehr, dass Infektionen wie Lungen- oder Hirnhautentzündungen leichtes Spiel haben.Die größten Impflücken sieht das RKI bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In der Altersgruppe der 18 bis 44-Jährigen sind nur 56 Prozent mindestens einmal gegen Masern geimpft, so das Robert –Koch-Institut.

Betrachtet man die Gruppe der 30 bis 44-Jährigen sind nur 39 Prozent mindestens einmal geimpft. Während die Impfquote für Masern bei Schulanfängern bei über 90 Prozent lieg, bereitet dem Institut die geringe Schutzrate auch bei Kleinkindern Sorge. Nur 70 Prozent der Zweijährigen sind geimpft. Gerade für kleine Kinder können die Komplikationen der Maserninfektion gefährlich werden.Als Ursachen der schlechten Impfquote sieht Susanne Glasmacher nicht die „Impfmüdigkeit“, sondern eher den fehlenden Informationsfluss. „Gerade junge Menschen gehen eher selten zum Arzt und sind daher für Aufklärung schwer zu erreichen“, sagte die Sprecherin.

Julia Vollmer

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