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100 Straßenkünstler demonstrierten am Freitag gegen die neue Regelung zur Straßenmusik

100 Straßenkünstler demonstrierten am Freitag gegen die neue Regelung zur Straßenmusik

„Für eine freie Vielfalt von Kunst und Musik auf den Straßen“. Unter diesem Motto demonstrierten am Freitagnachmittag Straßenmusiker- und Künstler gegen die seit 1. August geltende Regelung für Straßenkunst.

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Feuerkünstler Osin

Quelle: Julia Vollmer

Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 100 Teilnehmer an der Kundgebung. „Ich bin Jongleur und Feuerkünstler, sollte die Regelung weiter bestehen bleiben, muss ich mir eine Alternative überlegen“, erzählt Osin. Die neue Regelung untersagt Auftritte nach 20 Uhr, Feuershows können aber aufgrund der Lichtverhältnisse im Sommer nicht eher aufgeführt werden. Die Gebühren von fünf Euro pro Tag findet Osin in Ordnung. „Ich verdiene an einem normalen Tag 15 Euro die Stunde, das lässt sich also bezahlen. Wenn das Wetter schlecht ist, verdiene ich natürlich weniger.“

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"Für eine freie Vielfalt von Kunst und Musik auf den Straßen“ - unter diesem Motto demonstrierten am 1. August 2014 Straßenmusiker- und Künstler gegen die seit diesem Tag geltende Regelung für Straßenkunst.

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Demo-Mitiniator Norbert Engemaier von den Dresdner Piraten kritisierte vor allem die Vorgehensweise von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). „Die Oberbürgermeisterin hat diesen Beschluss fast im Alleingang gefasst und umgesetzt. Damit wurden die Stadträte übergangen“, ärgert sich Engemaier. Sauer sind die Musiker und anderen Straßenkünstler auch über die neuen Standorte, an denen das Spielen laut Verwaltung nur noch erlaubt ist. „Ich spiele hauptsächlich Bluesmusik und habe bisher immer an ruhigeren Orten gespielt und nun kann es sein, dass mich das Straßen- und Tiefbauamt an den Neumarkt beordert. Dort kann ich es sogar verstehen, dass ich die Passanten störe“, so Eddie.

Der Blues-Musiker kritisiert ebenfalls, dass das Straßen- und Tiefbauamt, dass die Genehmigungen verteilt, nicht an jeden Wochentag geöffnet. Für die fahrenden Musiker wie ihn und seinen Gitarristen Matthias, die oft am Abend erst angekommen, sei es dann gar nicht möglich, eine Erlaubnis für den nächsten oder manchmal übernächsten Tag zu beantragen. „Wenn das Amt am Mittwoch nicht geöffnet ist, kann ich eben für Donnerstag keine Erlaubnis beantragen und büße so das Geld ein“, ärgert sich Eddie.

Musiker René versteht nicht, warum ausgerechnet das Straßen- und Tiefbauamt für die Genehmigungen zuständig ist. „Diese Behörde hat doch gar keine Ahnung von Kunst und Kultur und die sollen jetzt über Auftritt oder keinen Auftritt entscheiden“, so René. Der Bassist geht aber davon aus, dass die Regelung sowieso wieder gekippt wird. Die Demonstration zog sich am Freitag beginnend am Alaunplatz über den Albertplatz, Schloßplatz und die Prager Straße, wo überall kurze Kundgebungen abgehalten wurden.

Julia Vollmer

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