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100 Millionen Euro für Dresdens Schulen in diesem Jahr

Baustellenrundgang mit Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) 100 Millionen Euro für Dresdens Schulen in diesem Jahr

„500 Millionen Euro investiert die Stadt in den nächsten fünf Jahren in Dresdens Schulen“, betonte Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) bei einem Rundgang über vier Dresdner Schulbaustellen. Allein in diesem Jahr würden 100 Millionen Euro verbaut.

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Schulbürgermeister Peter Lames in der neuen Dreifeldhalle für die 107. Ober- und 108. Grundschule

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Das pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Schuldächern: Dresden muss in Größenordnungen Schulen sanieren und vor allem auch neubauen, um die vielen Schüler unterzubringen und den Sanierungsstau abzubauen, der nach Informationen von Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) noch immer geschätzte 650 Millionen Euro beträgt. Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes, zufolge hatte im Jahr 2014 eine städtische Analyse ergeben, dass 51 Schulgebäude eine hohe, 41 eine mittlere und 61 eine niedrige Baupriorität aufweisen. 18 der 51 desolaten Schulhäuser seien mittlerweile im Bau.

„500 Millionen Euro investiert die Stadt in den nächsten fünf Jahren in Dresdens Schulen“, betonte Lames, der am Mittwoch, 3. August, bei einer Baustellenrundfahrt einen Überblick über die aktuellen Schulbaustellen gab. Allein in diesem Jahr würden 100 Millionen Euro verbaut. Drei Schwerpunkte sieht Lames, der „noch bis 31. Dezember mit Leib und Seele Schulbürgermeister“ sei, wie er sagte. Zum ersten gehe es um die Erweiterung der Kapazitäten. Deshalb würden beispielsweise die neuen Schulstandorte in Tolkewitz und Pieschen mit jeweils einem Gymnasium und einer Oberschule gebaut, aber auch Schulen wie das Gymnasium Bürgerwiese auf sechs Parallelklassen erweitert. Zweiter Schwerpunkt ist für Lames, „einen realistischen Zeitplan für die dringend sanierungsbedürftigen Gymnasien Dreikönigschule, Plauen und Cotta vorzulegen“. Drittens gehe es darum, Kapazitäten für die Auslagerung von Schulen zu schaffen. Amtsleiter Schmidtgen nannte in diesem Zusammenhang einen Containerbau, der an der alten Schule am Terrassenufer entstehen soll. Dorthin könnten die Schüler des Gymnasiums Plauen ziehen, wenn ihre Schule ab Sommer 2018 saniert wird. Daneben werde es nach wie vor eine ganze Reihe von Schulen geben, die auch in den kommenden fünf Jahren nicht saniert werden und für die man „Zwischenlösungen finden“ müsse, so Lames. Welche das sind, wollte er nicht verraten. „Zum nächsten Haushalt sage ich nix.“

Fest steht hingegen, dass der Altbau des Gymnasiums Bürgerwiese saniert wird, die 107. Ober- und die 108. Grundschule in Gruna eine neue Sporthalle erhalten und die 147. Grundschule in Pieschen und die 76. Grundschule in Briesnitz jeweils ein neues Schulhaus bekommen. Davon jedenfalls überzeugten sich Pressevertreter bei der Baustellenrundfahrt.

Baustelle Gymnasium Bürgerwiese

Neun Millionen Euro, 500  000 Euro mehr als ursprünglich geplant, steckt die Stadt in die Sanierung des Altbaus und der Sporthalle des Gymnasiums Bürgerwiese an der Gret-Palucca-Straße. Bis 2007 waren die Sportoberschule und das Schülerrechenzentrum in dem Altbau untergebracht. Er soll nun nach Informationen von Sebastian Küfner, Projektleiter bei der Stesad, ebenso wie die alte Sporthalle und die Freiflächen Ende November fertig werden. Der in den 1960ern errichtete Altbau wird künftig als Oberstufenhaus genutzt. Fachkabinette werden eingebaut. 480 Schüler der 11. und 12. Klassen können dann dort lernen. Alle anderen Schüler gehen in den 2014 eingeweihten Neubau. Da das Gymnasium Bürgerwiese bereits über eine neue Dreifeldhalle verfügt, können später Vereine die sanierte alte Sporthalle nutzen.

Baustelle 107. Oberschule und 108. Grundschule

Die 107. Oberschule und die 108. Grundschule bekommen eine gemeinsame neue Dreifeldsporthalle, die es bereits zweimal in Dresden fast genauso gibt – am Hans-Erlwein- und am Hülße-Gymnasium. Die 9,50 Meter hohe, 41 Meter breite und 46 Meter lange Halle ist kompakt, verfügt über ein Holzdach und eine Glasfieberkonstruktion, die am Tag ohne Kunstlicht auskommt, und bietet auf der Galerieebene 64 Zuschauerplätze. Sie kostet 5,3 Millionen Euro und wird ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert. Die neue Dreifeldhalle ersetzt die beiden im September 2015 abgerissenen Einfeldhallen aus DDR-Zeiten, die nicht sanierungsfähig waren. Fertig werden soll sie Ende Mai 2017. Die Halle kann auch als Aula genutzt werden und steht Vereinen zur Verfügung, darunter dem Post SV zum Trampolinspringen.

Baustelle 147. Grundschule

Bis August 2017 baut die Stadt an der Maxim-Gorki-Straße in Pieschen ein neues Schulgebäude, saniert die alte Sporthalle und die Freiflächen. Den Neubau bekommen die Schüler der 147. Grundschule, die erst noch gegründet wird. „Hier brauchen wir dringend eine Punktlandung“, betonte Schulbürgermeister Lames beim Rundgang. Denn in der neuen Schule müssen vom Schuljahr 2017/18 an nicht nur die Grundschüler, sondern auch die Fünftklässler der noch zu gründenden 145. Oberschule und die Fünftklässler des neuen Gymnasiums Pieschen unterkommen, bis ihre Schulen fertig gebaut sind. Die Sporthalle ist erst zu DDR-Zeiten zu einer solchen umfunktioniert worden. Das 1840 erbaute Gebäude war einst eine alte Weinbergskirche. Schulneubau und Sporthalle kosten 10,4 Millionen Euro. Vier Millionen Euro davon sind Fördermittel.

Baustelle 76. Grundschule

Die 76. Grundschule in Briesnitz, die bislang in einem gemeinsamen Gebäude mit der 76. Oberschule untergebracht war, bekommt im Februar 2017 ein eigenes Schulhaus und eine neue Zweifeldsporthalle, die auch die 76. Oberschule nutzen wird. Beide Gebäude entstehen 500 Meter Luftlinie entfernt auf der grünen Wiese. Das Schulgebäude wird über ein Atrium mit Glasdach, das auch als Aula genutzt werden kann, und umlaufend angeordnete Klassenzimmer verfügen. Das Vorhaben kostet alles in allem 12,8 Millionen Euro und wird ausschließlich aus Eigenmitteln bestritten. Besonderheit: Es handelt sich hier um ein Pilotprojekt für Nachhaltiges Bauen. „Wir bauen beispielsweise so wenig wie möglich tragende Wände ein, damit das Gebäude später ohne Probleme umgenutzt werden kann“, erklärte Projektleiter Thomas Renk von der Stesad.

Von Katrin Richter

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