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Zwingerfestspiele schuldenfrei – Die Zukunft des Events bleibt unklar

Zwingerfestspiele schuldenfrei – Die Zukunft des Events bleibt unklar

Dieter Wedels „Zwingerfestspiele" in Dresden sind schuldenfrei, die Zukunft des Spektakels steht trotzdem in den Sternen. Der Veranstalter Dresden Event GmbH bestätigte am Freitag Medienberichte, wonach zwölf private Geldgeber die bestehende Finanzlücke von mehr als 250.000 Euro decken.

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Götz Schubert als August der Starke (l) und Dirk Bach als Hofnarr Fröhlich in Dresden.

Quelle: dpa

Die Festspiele sollen dem Vernehmen nach 2012 erst einmal pausieren und erst im Sommer 2013 wieder Theater machen. Details waren am Freitag nicht zu erfahren - das Team befand sich nach eigenen Angaben auf einer Klausur und ist erst am Montag wieder ansprechbar. In der kommenden Woche soll auch Wedel nach Dresden kommen.

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Der Zwinger war bereits früher Schauplatz illustrer Feste.

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Wedel hatte bei der Premiere der Festspiele im August das Stück „Die Mätresse des Königs" inszeniert. Für 17 Vorstellungen gab es insgesamt 30.000 Karten. Das Finanzloch entstand auch aufgrund von Fehlkalkulationen. Die Macher hatten mit 100 Prozent Auslastung gerechnet, dabei wurden nur 60 Prozent der Tickets tatsächlich verkauft. Lange galten Zahlen zum Kartenverkauf als geheime Verschlusssache. Die Auslastung wurde später auf 80 Prozent beziffert. Angeblich gingen 20 Prozent der Karten im Gegenzug für Sachleistungen an Sponsoren und Ehrengäste weg. Statt erhoffter Ticketeinnahmen von 1,5 Millionen Euro waren es am Ende nur 1,1 Millionen Euro.

Unklar ist bislang, wer die Zwingerfestspiele künftig veranstaltet. Der Tourismusverband Dresden, der hinter der Event GmbH steht, will nicht mehr als Ausrichter auftreten. Offenkundig plant man aber weiter mit Wedel. Die Linken im sächsischen Landtag verlangten am Freitag, dass die Zwingerfestspiele eine privatwirtschaftliche Unternehmung bleiben. Die Veranstalter sollten sich als private Unternehmer verstehen und nicht die Unterstützung aus Steuergeldern fordern, sagte die Landtagsabgeordnete und Linken- Stadträtin Annekatrin Klepsch.

dpa

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