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Zur Tolerade ziehen Tanzbegeisterte durch die Dresdner Innenstadt

Lachend und ravend durch die Stadt Zur Tolerade ziehen Tanzbegeisterte durch die Dresdner Innenstadt

Zur Tolerade am Sonnabend werden Scharen von Tanzbegeisterten durch die Dresdner Innenstadt ziehen. Dabei verfolgen sie nicht nur den Exzess.

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Tolerade zieht laut und bunt durch Dresden

2015 zog die Tolerade rund 4000 Menschen auf die Straße. Dieses Jahr ist die Strecke noch ein kleines Stückchen länger als im Vorjahr.
 

Quelle: Archiv

Dresden.  Tolerade – eine Parade für Respekt, Miteinander und Toleranz. Unter dem Motto „There’s enough for everyone“ lädt das Bündnis Tolerave e.V. auch dieses Jahr wieder dazu ein, sich für den guten Zweck durch die Straßen der Dresdner Innenstadt zu tänzeln. Ziel sei es dabei, für eine Atmosphäre im Stadtalltag zu demonstrieren, in der sich alle Menschen ausleben können und das unabhängig von Hautfarbe, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, religiöser Überzeugungen, Geldbeutel oder Lebenskonzept.

Start ist am 14. Mai, 14 Uhr, zur Auftaktkundgebung am Puschkinplatz mit bequemem Schuhwerk. Alle Frühaufsteher sind vorher bereits zu einem gemeinsamen Frühstück auf den Parkplatz des Club Puschkin auf der Leipziger Straße eingeladen. Parallel werden dort insgesamt 18 Wagen verschiedener Dresdner Partyveranstalter, Clubs oder sonstiger zivilgesellschaftlicher Akteure für den Umzug geschmückt. 14.30 Uhr schlängelt sich die Parade dann mit ordentlicher Beschallung Richtung Altstadt. Am Postplatz ist eine kurze Verschnaufpause mit Zwischenkundgebung geplant. Im Anschluss geht’s wieder zurück auf die andere Elbseite quer durch die Neustadt und weiter ins Industriegelände, wo der Demonstrationszug endet. Am Abend haben die Teilnehmer dann die Qual der Wahl – Sektor, Sabotage oder TBA? In allen drei Clubs finden ab 20 Uhr Partys statt, mit denen noch mal kräftig die Spendentrommel gewirbelt wird. Die dort auftretenden Künstler verzichten alle auf ihre Gagen, weil die Eintrittsgelder wie auch im letzten Jahr örtlichen Flüchtlingsinitiativen zugute kommen sollen.

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Bilder der Tolerave-Parade in Dresden.

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2015 konnte der Tolerave e.V. insgesamt 30 000 Euro sammeln und weitergeben. Entstanden ist er aus einem losen Bündnis Dresdner Kulturschaffender und Menschen aus der vor allem elektronischen Clubszene, die sich durch verschiedene Veranstaltungen für Geflüchtete und Migranten engagieren. Inzwischen hat der Verein sogar Nachahmer in Erfurt, die das Konzept in ihre Stadt weitertragen. „Wir wollten in diesem ganzen Diskurs etwas Strukturelles und Produktives hinzufügen. Dabei haben wir uns das zunutze gemacht, was wir am besten können: Partys machen“, erzählt Toni Wowtscherk, einer der Köpfe von Tolerave.

Im letzten Jahr zog die Tolerade rund 4000 Menschen auf die Straße. Dieses Jahr ist die Strecke der bunten Parade noch ein kleines Stückchen länger als im Vorjahr „und hoffentlich auch ein ganzes Stückchen besser besucht“, wünschen sich Toni und alle Mitorganisatoren.

Von Laura Thiele

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