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Zu Besuch in der „Stollenmädchen-Bäckerei“: Familie Dietze backt 200 Striezel pro Tag

Zu Besuch in der „Stollenmädchen-Bäckerei“: Familie Dietze backt 200 Striezel pro Tag

Der Duft von rumgetränkten Rosinen liegt in der Luft, der Backofen der Bäckerei Dietze ist aufgeheizt. Seit Anfang Oktober backt Meister Klaus-Peter Dietze in seinem Betrieb in Leuben täglich rund 200 Exemplare des gefragten Dresdner Stollens.

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Bäckermeister Klaus-Peter Dietze, Stollenmädchen Lisa Straßberger und Robert Dietze präsentierten die Zutaten für den Dresdener Stollen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Unterstützung erhält er dabei von dem diesjährigen Stollenmädchen Lisa Straßberger, das im Unternehmen eine Ausbildung zur Fachverkäuferin macht. „Für uns Bäcker ist das jetzt die wichtigste Jahreszeit. Sieben Tage die Woche arbeiten wir momentan", berichtet Dietze, dessen Arbeitstag nachts um 1 Uhr beginnt.

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Den Bäckermeistern stehen die Schweißperlen auf der Stirn, der Backofen ist immerhin auf 210 Grad Celsius aufgeheizt und wärmt die gesamte Backstube auf.

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Dietze und sein Sohn Robert, der seit 2009 auch als Meister ausgezeichnet ist, fertigen in ihrem Betrieb auch einen Teil des Riesenstollens , der am 3. Dezember beim 18. Dresdner Stollenfest präsentiert wird. Für die einzelnen Striezel mischt er den Teig in einem großen Bottich an. In dieser Drehhebelknetmaschine formt er aus Mehl, Flüssighefe und in Rum getränkte Rosinen den Teig. „ Diese Maschine mixt sehr sanft, die Rosinen werden hier nicht zerquetscht", erklärt Dietze das behutsame Verfahren.

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Dann findet in Dresen das 18. Stollenfest statt.

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Der 577. Dresdner Striezelmarkt ist eröffnet. Die Bezeichnung nach dem Striezel - einem alten Begriff für Stollen - bürgerte sich um 1500 ein. Rund 2,5 Millionen Besucher kamen allein 2010.

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Bei den Zutaten habe jeder Bäcker sein eigenes Rezept. Das Grundrezept dürfe natürlich nicht unterschritten werden, aber nach oben hin könne jeder seine Menge an Zutaten selbst festlegen. „Bei uns ist der Anteil an Rosinen zum Beispiel besonders hoch", verrät er. Im Anschluss formen die Bäcker und Lisa Straßberger die Rohlinge aus der Teigmasse, gefolgt vom Einpudern und Buttern. Zusammen mit 100 weiteren Striezeln müssen sie zum Abschluss gebacken werden. Den Bäckermeistern stehen die Schweißperlen auf der Stirn, der Backofen ist immerhin auf 210 Grad Celsius aufgeheizt und wärmt die gesamte Backstube auf. Erst am vierten Advent wird es ruhiger in der Bäckerei an der Stephensonstraße. Bis zu diesem Tag backt Familie Dietze in der Weihnachtszeit den Dresdner Stollen. Immer ab 1 Uhr nachts, an sieben Tagen der Woche.

Dominik Brüggemann

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