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„Wir haben unseren Tauchsieder dabei – in das kalte Wasser gehen wir nicht!“

„Wir haben unseren Tauchsieder dabei – in das kalte Wasser gehen wir nicht!“

Die „Dresdner Eisfüchse“ fallen sogar unter den kostümierten Neujahrsschwimmern auf: In kunterbunten Overalls und leuchtenden Blumen-Hüten stiegen sie am Samstag in die nur drei Grad kalte Elbe.

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Regina und Dieter Leisner gehören zu den "Dresdner Eisfüchsen" und sind alte Hasen beim Winterbaden.

Quelle: Tanja Tröger

In der Hand hielten sie einen riesigen selbstgebastelten Tauchsieder. „Den haben wir dabei – in das kalte Wasser gehen wir nicht“, lacht Regina Leisner. Mit ihrem Mann Dieter und Freundin Pia Reppe gehört sie zu den „alten Hasen“ im Winterbaden.

Wie lange sie schon trotz tiefer Temperaturen ins Wasser springen, können die Leisners gar nicht genau beantworten. „Wir machen das schon seit der tiefsten DDR-Zeit“, meint Dieter. „Beim Neujahrsschwimmen sind wir von Anfang an dabei.“ Als sie ihre Urkunden abholen, staunt Regina Leisner: „Oh, das 15. Schwimmen? Dann sind wir ja schon das 15. Mal dabei!“ Freundin Pia bringt es auf stolze 13 eisige Einsätze.

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Beim 15. Neujahrsschwimmen der DLRG Dresden haben sich 103 verwegene Bader in die eiskalte Elbe gestürzt

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„Wir fahren auch zu Veranstaltungen in der Gegend. Gestern Abend waren wir in Oederan“, erzählt Dieter Leisner. Die „blau-gelben Oederaner Eishaie“ hatten zur „Nachteisbadershow“ geladen. „Und am 2. Februar geht’s nach Pirna-Copitz“, so der Mann mit dem Schnurrbart. „Wir versuchen, jedes Mal ein anderes Kostüm anzuhaben, aber das klappt nicht immer“, ergänzt seine Frau.

Aber wie hält man es aus, in so kaltem Wasser zu schwimmen? „Das ist das Adrenalin, das steigt!“ Regina Leisner lacht. „Und die Freude am Spaß und der Ehrgeiz!“ Ihr Gatte fügt grinsend an: „Man will sich ni blamieren und zieht das durch!“

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Der 30-jährige Martin aus Dresden hält wenig von warmen Klamotten auf dem Weg zum Start.

Quelle: Tanja Tröger

Die Eisfüchse sind abgehärtet. Trainiert wird jeden Samstag am Kiessee in Pratzschwitz. Sollte der See zugefroren sein, hacken sie eben ein Loch ins Eis. „Technische Hilfsmittel“ wie Vaseline nutzen die Eisfüchse nicht – Dieter Leisner schüttelt sich entrüstet.

Zu den „Puristen“ beim Dresdner Neujahrsschwimmen zählt auch der 30-jährige Martin. Während die anderen Schwimmer in dicker Jacke, Bademantel oder wenigstens in ein Handtuch gehüllt zum Start an der Carolabrücke laufen, trägt er nur Badehose und Sandalen. „Beim letzten Mal hat das gut geklappt, deswegen hoffe ich, dass es auch diesmal nicht nötig ist“, kommentiert der Dresdner die spärliche Bekleidung. Mit Blick auf seine Gänsehaut schiebt er nach: „Ich freu mich aber auf meine Klamotten am Ziel.“

ttr

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