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Winterspaß statt Weltcup-Punkte: 3. Dresdner Skisprung-Meisterschaft auf dem Alaunplatz

Winterspaß statt Weltcup-Punkte: 3. Dresdner Skisprung-Meisterschaft auf dem Alaunplatz

Sie wurde doch noch Wirklichkeit, die dritte inoffizielle Dresdner Skisprung-Meisterschaft. Nachdem das Event im Dezember noch aufgrund widriger Witterungsverhältnisse abgesagt werden musste, konnte es am Sonntag stattfinden.

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Blick vom Startpunkt in den Höllenkessel auf dem Alaunplatz. Selbst kleine Ski-Asse ließen sich davon nicht ängstigen.

Quelle: Jane Jannke

Rund 20 Zentimeter Neuschnee sorgten an der „Todesbahn“ für beste Verhältnisse. Mehrere Hundert Zuschauer zog es an die Schanze.

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Der Spaß steht im Vordergrund. Bei den inoffiziellen Skisprung-Meisterschaften auf dem Alaunplatz gab es aber auch halsbrecherische Kunststücke und echte Glanzleistungen zu sehen.

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Bei „grünen Verhältnissen“ regelrecht unspektakulär wirkend, machte die „Pionierschanze“ am auch als „Todesbahn“ berüchtigten Rodelberg rechts oberhalb des Alaunplatzes richtig was her. Am Vortag noch um 30 Zentimeter aufgestockt, die Piste mit ordentlich Pulverschnee versorgt, harrte sie der Todesmutigen, die sich da den Hang hinunterstürzen wollten. Und dass es tatsächlich einiges an Mut braucht, zeigt sich spätestens, wenn man oben am Startpunkt steht. Hunderte Zuschauer, die wie beim echten Skispringen unten im „Tal“ einen regelrechten Hexenkessel formen und an der Schanze Spalier stehen, machen das Ganze nicht einfacher für die Springer, sorgen aber für jede Menge Stadionatmosphäre.  

Schon die ersten Probesätze machten Lust auf mehr. Halsbrecherische Kunstsprünge und perfekte Sprunghaltungen ließen schnell den Geübten vom Laien unterscheiden. Wer sich da in abschüssige Position begab, der nannte sich etwa „Frantisek Jesz“, "Janne A." (nach den früheren Weltklasseskispringern), „Eddie the Eagle“ oder einfach nur Jens W. oder Ronny A. Kein Wunder, geht es doch bei den Dresdner Skisprung-Meisterschaften auf dem Alaunplatz um Winterspaß statt Weltcup-Punkte. Schämen brauchte sich hier niemand. Und so wagten sich selbst kleine Ski- und sogar Snowboard-Asse auf die Piste – mit unterschiedlichen Haltungsnoten. Wer stürzte, wurde gefeiert – von einigen knallharten Feststellungen aus Kindermund einmal abgesehen: „Mami, guck, der traut sich nicht!“  

Von Beginn an dominierte auch diesmal der Sieger der beiden Vorjahre, Jens. W., den Wettkampf. Mit über 9 Metern hält er auch den bisherigen Schanzenrekord. Wenn er Anlauf nimmt, rückt die Menge unten ehrfurchtsvoll ein paar Meter zur Seite. Am Ende steht Jens W. abermals ganz oben auf dem Treppchen und sichert sich diesmal auch den wohlverdienten Siegessekt: „Von dem hab ich das letzte Mal nichts gesehen“, ulkte er gutgelaunt. Besondere Vorkenntnisse oder Geheimrezepte hat W. eigentlich nicht. Auf die Frage, warum er die Meisterschaften seit Jahren dominiere, hat er nur ein Achselzucken. „Es ist einfach der Spaß, der mich reizt. Aber selbstverständlich geht es auch um Ruhm und Ehre“, so der Champion mit einem dicken Augenzwinkern.  

Unter den rund 20 Startern befanden sich in diesem Jahr neben mehreren Kindern auch zwei Frauen.

Jane Jannke

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