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Wie weit reicht das Geld - Mit 20 Euro auf den Striezelmarkt

Wie weit reicht das Geld - Mit 20 Euro auf den Striezelmarkt

Nachmittag auf dem Striezelmarkt: Es herrschen Plusgrade, die Sonne scheint und es liegt kein Schnee - absolut unweihnachtliches Feeling und trotzdem ist der Altmarkt voller Menschen.

Rentner, junge Pärchen und Familien tummeln sich zwischen Glühweinbuden und Ständen mit erzgebirgischer Holzkunst. Wir wollen testen: Wie weit kommt ein Pärchen mit 20 Euro auf dem Dresdner Striezelmarkt?

Was kommt zuerst? Natürlich eine Bratwurst. Wir beschließen, fair zu teilen. Einen halben Meter Wurst im Brötchen mit Ketchup & Senf gibt es für 3,50 Euro. Nun zum Trinken: Soll es der obligatorische Glühwein für drei Euro sein? Da wir beide passionierte Bier-Trinker sind, entscheiden wir uns für ein preislich gleichwertiges Glühbier. Es kommt heiß, rot und im Glas und schmeckt wirklich gut - wenig nach Bier und nicht so süß wie Glühwein. Für mich gehört auch ein Schokoapfel zum Weihnachtsmarkt - der schlägt mit zwei Euro zu Buche. Die Hälfte des Geldes ist weg und wir sind zumindest satt.

Zufrieden schieben wir uns zwischen den Hütten hindurch, weichen plaudernden Rentnern aus und betrachten erzgebirgische Holzkunst wie Pyramiden und Räuchermännchen. Doch die traditionelle und sehr weihnachtliche Dekoration übersteigt unser kleines Budget bei weitem. Einen Unterarm-langen Holz-Ruprecht gibt es beispielsweise ab 40 Euro aufwärts.

Also trösten wir uns mit anderen Sachen. Für die Dame gibt es kandierte Ingwer-Stäbchen für 2,20 Euro, der Herr bekommt einen großen Knoblauchknacker für zwei Euro vom Marktschreier. Dieser muss aber erst davon überzeugt werden, uns nicht gleich eine ganze Tüte Wurst einzupacken, schließlich müssen wir sparen. Und weil auch ein bisschen Handwerk zu Weihnachten gehört, leisten wir uns noch zwei handgezogene, zweidochtige Kerzen für sieben Euro - eine für Zuhause, der weihnachtlichen Stimmung wegen. Die andere wird verschenkt. Es bleiben uns noch 40 Cent, die wir mit nach Hause nehmen.

Der Striezelmarkt ist nicht ganz billig, vor allem traditionelle Produkte und Handgemachtes haben ihren Preis. Satt wird man aber auch mit einem kleinen Geldbeutel und ein paar Mitbringsel sind auch noch drin.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2011

fs

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