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Wer schön sein will, muss leiden – Tausende Dresdner strömen zur Tattoo Convention

Wer schön sein will, muss leiden – Tausende Dresdner strömen zur Tattoo Convention

Dieses Surren, überall dieses Surren! Das Geräusch der auf und nieder sausenden Tätowiernadeln dominierte das Eventwerk, in dem am Wochenende die Tattoo Convention stattfand.

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So wie dieser junge Mann ließen sich viele Messe-Besucher direkt vor Ort tätowieren.

Quelle: Tanja Tröger

Rund 170 Tätowiermaschinen summten nahezu ununterbrochen, denn viele der etwa 10.000 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich direkt vor Ort ihr Lieblingsmotiv in die Haut stechen zu lassen.

Zu den Mutigen gehörte auch Birgit aus Bischofswerda. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Marion, Heike und Ines hat die Mittvierziegerin einen „Weiberausflug“ zur Tattoo-Messe unternommen, erzählt Heike. „Wir machen das jetzt schon drei Jahre!“ Natürlich sind mittlerweile auch alle Damen „bebildert“, auf der Schulter, dem Unterarm oder an versteckteren Körperstellen. Birgit hat sich ihr Schulter-Tattoo überarbeiten lassen: Tätowiererin Daniela aus Zwickau hat dem Motiv aus Sternen, geschwungenen Linien und einem Mond neue Formen gegeben und ihm Farbe verpasst. Wirklich schmerzhaft sei die Prozedur nicht gewesen, meint Birgit. „Das fühlt sich an wie ganz viele Nadeln, die einen stechen.“ Ihre „Malerin“ ergänzt: „Das ist wie ein starker Sonnenbrand. Allerdings wird die Haut immer empfindlicher, je länger man auf dem Stuhl sitzt.“

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Impressionen von der Tattoo Convention 2015 im Dresdner Eventwerk.

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Tätowiererinnen auf dem Vormarsch

Als Mittvierziger-Damen-Duo gehören Tattoo-Liebhaberin Birgit und Stech-Künstlerin Daniela zu einer Minderheit auf der Messe. „Es sind noch immer wesentlich mehr Männer, die tätowieren, aber die Szene ist im Wandel“, erzählt Daniela, die seit 20 Jahren anderen Menschen bunte Bilder auf den Körper zaubert. „Schlimm ist es, dass es heute so einfach ist, ein Studio aufzumachen. Da ist es für den Verbraucher schwer herauszufinden, wer qualitativ hochwertig und hygienisch einwandfrei arbeitet.“ Dazu komme, dass es keine staatlich anerkannte Ausbildung gebe. Um sich weiterzubilden und auszutauschen, nutzen die Tätowierer gern Conventions wie die in Dresden. „Die Qualität der Tattoos ist gestiegen, weil die Künstler heute mehr miteinander kommunizieren“, schätzt Daniela ein.

Wer sich nicht mit Permanent-Bildern verzieren lassen wollte, der konnte auf der Tattoo Convention auch weniger dauerhaften Schmuck wie T-Shirts, Kleider, Ohrringe und Plugs oder auch Accessoires für die Wohnung kaufen. So boten Händler beispielsweise Filmfiguren aus Metall oder „Ink Furniture“, also Möbel im Tattoo-Stil, an. Livemusik, eine „Freakshow“ und Wettbewerbe um das schönste und hässlichste Tattoo rundeten das Programm ab.

ttr

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