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Wer macht den neuen „Poldi“? - Dresdner Polizeimaskottchen heiß begehrt

Wer macht den neuen „Poldi“? - Dresdner Polizeimaskottchen heiß begehrt

Sie müssen das ganze Jahr über zu Veranstaltungen in ganz Sachsen reisen. Bei Wind und Wetter. Auch bei Hitzerekorden im Sommer stecken sie in einem 14 Kilo schweren Kostüm, um Kinder zu unterhalten.

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Großer Bewerbungsandrang für den neuen "Poldi".

Quelle: Stephan Lohse

Reden dürfen sie freilich nicht, nur winken und Knirpse knuddeln. Für den zwei Jahre befristeten Spaß springen am Ende rund 1800 Euro heraus – brutto. Man würde annehmen, dass diese Stellenausschreibung niemanden hinterm Ofen vorlockt.

Tut sie aber. Eine Vermittlerin der Arbeitsagentur in Dresden kann sich seit einer Woche vor Anrufen nicht mehr retten. Über 600 mal wurde die am Montag veröffentlichte Annonce auf der Jobbörse im Internet angeklickt. 25 ernsthaft Interessierte reichten seitdem eine Bewerbung ein, die die Arbeitsagentur laut Sprecherin Grit Winkler an das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen weiterleitete. Nicht etwa, um die Kandidaten auf eine eventuelle kriminelle Vergangenheit durchleuchten zu lassen, sondern weil das LKA der Anbieter des ungewöhnlichen Jobs ist.

Zum 1. Oktober wird nämlich die Stelle des Polizeidinosauriers „Poldi“ neu besetzt. Mimten bislang verschiedene freie Mitarbeiter auf Honorarbasis das Maskottchen der sächsischen Polizei, soll künftig ein einziger diesen Job fest übernehmen. „Bewerber sollten zeitlich flexibel einsetzbar sein, über eine abgeschlossene Ausbildung möglichst als Sozialassistent verfügen und kontaktfreudig sein“, betont Winkler. „Wegen des nicht gerade leichten Kostüms sollte man zudem physisch hoch belastbar sein.“ Kein pures Vergnügen, sondern ein (mal mehr, mal weniger harter) Full-Time-Job, wie LKA-Sprecher Tom Bernhardt ergänzt.

Die Figur des „Poldi“ wurde 1994 eingeführt. Seitdem tourt der knuffige Dino mit T-Shirt und Uniformmütze durch den Freistaat und zeigt zum Beispiel Vor- und Grundschülern im Rahmen spezieller Veranstaltungen das richtige Verhalten im Straßenverkehr. „Auf diese Weise gelingt es der Polizei, Präventionsthemen kindgerecht und emotional ansprechend zu vermitteln“, erklärt Bernhardt.

Wer jetzt Lust auf die Stelle des „Poldi“ bekommen hat, kann seine Bewerbung noch bis zum 12. September im Jobcenter der Arbeitsagentur in Dresden einreichen. Infos zu dem außergewöhnlichen Stellenangebot gibt es unter der Rufnummer (0351) 4 75 12 96.

Christoph Stephan

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