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Vom Anatomieprofessor zum DJ Funk für eine Nacht

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Dozenten der TU Dresden und der HTW tauschen am kommenden Donnerstag das Rednerpult des Hörsaals gegen das Mischpult des Kraftwerks Mitte und zeigen als DJ für eine Nacht ihr Können.

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Prof. Dr. Richard Funk legt am Donnerstag als DJ im Kraftwerk Mitte auf.

Quelle: Nadine Steinmann

Bereits zum zweiten Mal findet in der sächsischen Landeshauptstadt die sogenannte Professorennacht statt, bei der jeweils zwei Akademiker verschiedener Hochschulen oder Fakultäten gegeneinander antreten. Im Wettbewerb um den „Goldenen Notenschlüssel“ versuchen sie, das studentische Publikum von ihrer Leistung zu überzeugen. Nach jedem Auftritt wird das „Partyplenum“ aufgefordert, so laut wie möglich für ihren jeweiligen Dozenten zu jubeln. Über Sieg oder Niederlage entscheidet die Lautstärke der Zuhörer.

Mit von der Partie ist an diesem Abend auch Professor Richard Funk, der seit 1994 den Lehrstuhl für Anatomie am Dresdner Uniklinikums innehat. Seit dem Jahr 2000 ist der Fachstuhl am Medizinisch Theoretischen Zentrum zu finden, in dessen Planung der Dozent maßgeblich involviert war.   Mit seinen 61 Jahren zählt er augenscheinlich zu den älteren Hasen, doch im Inneren ist er nach wie vor jung geblieben, erklärt der DJ für eine Nacht: „Meine Studenten haben mich für dieses Event vorgeschlagen, weil sie mich in den Vorlesungen recht lustig finden.“ Und da der Dozent sowieso ein „Technikfreak“ und offen für neue Sachen ist, hat er schnell zugesagt.

Eine Einführung bekommen die insgesamt sechs Dozenten am Abend der Veranstaltung von DJ Caniggia, der extra aus Miami anreist und die Neulinge unterstützt. Seine Playlist hat der Anatomieprofessor bereits fertig, bei den Songs hat er sich vor allem mit seiner Vergangenheit auseinandergesetzt. „Viele Titel sind mit ganz persönlichen Erinnerungen verknüpft“, erzählt Richard Funk.

15 Minuten hat jeder Professor Zeit, um das Publikum von sich zu überzeugen. Im Programm von DJ Funk stehen unter anderem die Songs „Sexmachine“ von James Brown und „September“ von Earth, Wind and Fire. Generell sei der gebürtige Bayer ein Fan moderner Musik, von Jazz, Soul, brasilianischen Sounds und – wie könnte es bei diesem Nachnamen auch anders sein – von Funk. „Ich bin sehr gespannt auf diesen Abend. Das einzige was mir zu schaffen machen wird, ist die späte Zeit. Denn eigentlich bin ich ein Frühaufsteher“, erklärt der Wahldresdner. Doch glücklicherweise hat er am Freitag keine Vorlesungen, so dass er den Abend genießen und vielleicht auch den „Goldenen Notenschlüssel“ mit nach Hause nehmen kann.

Professorennacht, 22.01, 22 Uhr, Kraftwerk Mitte, der Eintritt kostet sieben Euro

Nadine Steinmann

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