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Viel Artistik und Spaß im 18. „Dresdner Weihnachtscircus"

Viel Artistik und Spaß im 18. „Dresdner Weihnachtscircus"

Dresden. Der „Dresdner Weihnachtscircus" ist erwachsen geworden. Zum 18. Mal hat er seine Zelte aufgeschlagen und will Besucher zum Staunen und Lachen bringen.

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Jörg Probst nimmt den Ziegenbock Huckepack. Die Haustiernummer ist vor allem bei den jungen Zuschauern beliebt.

Quelle: Dietrich Flechtner

Nach dem Verkauf des Unternehmens durch Busch-Roland agiert der Schausteller und Zirkusmann Mario Müller-Milano das vierte Mal als Direktor. Mit seiner finanziellen Hilfe konnte die Dresdner Tradition fortgeführt werden, während sich Filip Geier-Busch ganz dem künstlerischen Konzept und der Betriebsleitung widmet.

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Clown Don Christian stolpert tollpatschig durch die Manege.

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Trotz der überaus gut besuchten Premierenvorstellung – leicht hat es der Weihnachtscircus nicht. Muss er doch gleich gegen mehrere Dinnershows konkurrieren. So kann auch der Zirkusbesucher jetzt ein Drei-Gang-Menü im Gourmet-Zelt von Gerd Kastenmeier buchen. Zudem setzt der Zirkus-Chef fest auf das Prinzip Menschen und Tiere im Chapiteau (lässt in Milanos Pferde-Show auch eigene, edle Vierbeiner präsentieren) und wird häufig von Tierschützern angegriffen. Wildtiere jedoch, der hauptsächliche Kritikpunkt, zeigt das neue Programm wenig. Nur Paviane machen gelehrig Handstand – eine europaweit einmalige Nummer – und Rhesusäffchen Klausi gibt eine Stippvisite. Darüber hinaus bringen die Thüringer Tierlehrer Maike und Jörg Probst einen ganzen Bauernhof in Bewegung.

Ihre Haustiere eröffnen, neben Clown Don Christian, die Show. Sie ist familienfreundlich, diesmal ohne ausgesprochenen Nervenkitzel. Don Christian ist mehrfach präsent, wird pudelnass, boxt sich K.O. und bezieht das Publikum ein. Lustig geht es bei den tobenden Hunden des Engländers Pat Clarrison zu und auch Schornsteinmann Andrey Romanowsky aus Russland amüsiert, wenn er kopfüber in der Esse verschwindet. Seine Geschmeidigkeit nötigt Respekt ab.

35 Künstler aus zehn Ländern gestalten das Programm, darunter auch der Direktor des finnischen Nationalzirkus‘ mit einer heute selten gezeigten Jonglage zu Pferd und ein Schlappseil-Artist aus Italien auf ziemlich wackeliger Leiter. Klappt mal ein Versuch nicht auf Anhieb, macht das die Künstler eher menschlich. Lieblinge des Premierenpublikums waren die Adole Brothers aus Äthiopien mit Ikarischen Spielen. 50 Salti auf den Füßen des Partners, ausgeführt von einem 16-Jährigen, das fand ungeteilte Begeisterung. Körperbeherrschung und Anmut zelebrieren das Akrobaten-Trio Anna, Albina und Julia am Boden sowie Niana am Fliegenden Trapez oder – Schrecksekunde – wie eine Fledermaus in einer Schlaufe hängend.

Zum ersten Mal gab es auch eine Trampolinnummer. Mit ihren „Fassadensprüngen" sorgten die Catwall Acrobats aus Kanada für einen abschließenden Höhepunkt. In Monaco erhielten sie dafür in diesem Jahr gleich vier Preise. Auch alle anderen Artisten können Auszeichnungen internationaler Festivals aufweisen.

Genia Bleier

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