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Verteidigungsminister Thomas de Maizière kommt zum Semperopernball nach Dresden

Verteidigungsminister Thomas de Maizière kommt zum Semperopernball nach Dresden

Der Semperopernball rückt näher, am Freitag ist es so weit. Sternekoch Stefan Herrmann, der wieder das Menü für den Ballabend kreiert, hat schon 1500 Austern, 10 Dosen Kaviar à 1,6 Kilo und 200 Kilo Hummer für die Versorgung der Flaniergäste geordert, hieß es gestern.

Die können aber auch wieder auf Currywurst und Kalbsfrikadellen zurückgreifen. Beim an den Tischen servierten Drei-Gänge-Menü dürfen sich die Gäste auf Ochsenschwanzpastete und Gänseleber, Feigensüppchen und Mandelmilch-Creme freuen.

Das komplette Programm in und vor der Oper will der Semperopernballverein heute öffentlich machen. Vielleicht ist ja da auch schon spruchreif, welcher Prominente nun mit dem dritten St. Georgs Orden nach Dresden gelockt wird. Bisher dürfen sich der arabische Geschäftsmann Khaldoon Khalifa Al Mubarak und der unvergessene James-Bond-Darsteller Schauspieler Roger Moore über die von Juwelier Leicht handwerklich gefertigte Auszeichnung freuen (DNN berichtete). Khaldoon Khalifa Al Mubarak, enger Berater des Kronprinzen von Abu Dhabi, wird für sein wirtschaftliches Engagement in Sachsen geehrt. Der 1924 in London geborene Sir Roger Moore, der mit der Rolle des Geheimagenten James Bond in den 1970er und 80er Jahren Millionen Fans gewann, bekommt den Orden für sein Lebenswerk.

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Roman Knoblauch, hier mit Frauke Ludowig, wird den Openairball moderieren.

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Moore war ja eigentlich schon im vergangenen Jahr erwartet worden - als Laudator für Bob Geldof, hatte jedoch wenige Stunden vor dem Ball abgesagt. Schauspieler Wolfgang Stumph sprang ein und rettete das Ganze. Nun also kommt Moore doch noch nach Dresden. Die Laudatio für den "Geheimagenten 007" hält passenderweise Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière. "Er hat sofort zugesagt", freute sich gestern Hans-Joachim Frey, 1. Vorsitzender und Künstlerischer Gesamtleiter des Semperopernball e.V.. Zum dritten Preisträger mochte Frey sich gestern nicht äußern. Da sei noch nicht alles hundertprozentig geklärt.

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Der Dresdner Semperopernball feiert in diesem Jahr seine 7. Auflage.

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Goldenes Kleid zum Semperopernball 2015

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Wer den Orden bekommen soll, darüber entscheiden "verschiedene Mitglieder des Semperopernballvereins, Vertreter des Fernsehens und kreative Autoren, mit denen wir das Programm entwickeln. Wie wollen als Preisträger Gesichter, die uns gut zu Gesicht stehen, kein Sternchenformat", bringt Frey die Auswahlkriterien auf den Punkt. Er ist sich sicher, dass der Ball mit der Prominenz, die sich dort die Ehre gibt, steht und fällt. "Wir haben zwar das schönste Opernhaus, aber für viele stehen Berlin, Hamburg, München und Köln noch immer mehr im Mittelpunkt des Interesses. Es ist sehr viel schwieriger, die Leute hierher zu bekommen." Trotzdem sei es gelungen, den Ball zu etablieren, der mittlerweile eine gewisse Sogwirkung habe. Das merke man auch an der Zahl der Journalisten, die sich akkreditieren lassen. "Im vergangenen Jahr waren es 180, dieses Jahr sind es schon 200."

Finanziert wird der Ball ausschließlich durch den Kartenverkauf, so der Chef des Ballvereins, dessen Vorstandsmitglieder persönlich haften, wenn Minus gemacht wird. "Bisher haben wir jedes Jahr zwischen 20 000 und 40 000 Euro Plus gemacht. Geld, mit dem eine Rücklage gebildet wird, falls es uns mal nicht gelingt, alle 90 teuren VIP-Tische zu verkaufen, denn die bringen das Geld", erklärt Frey. Es gebe keine Fördermittel von Land oder Stadt (die aber jeweils einen Tisch am Ballabend kaufen). Für die Nutzung der Oper zahlt der Verein, dessen Vorstandsmitglieder persönlich dafür haften, dass schwarze Zahlen geschrieben werden, einen "sehr, sehr hohen Mietbetrag, der sich seit Beginn vervierfacht" habe.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.01.2012.

Catrin Steinbach

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