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Verbraucherzentrale will Dresdner mit Pokémon für Datenschutz begeistern

Aktion im Alaunpark Verbraucherzentrale will Dresdner mit Pokémon für Datenschutz begeistern

Mit dem Handyspiel Pokémon Go versucht die Verbraucherzentrale Sachsen, die Dresdner auf das Thema Datenschutz aufmerksam zu machen. Mit freiem W-Lan und zusätzlichen Pokémon-Figuren lockten die Verbraucherschützer dafür am Samstag in den Alaunpark.

Mit freiem W-Lan und zusätzlichen Pokémon-Figuren lockten die Verbraucherschützer am Samstag in den Alaunpark.
 

Quelle: S. Lohse

Dresden.  Mit dem Handyspiel Pokémon Go versucht die Verbraucherzentrale Sachsen, die Dresdner auf das Thema Datenschutz aufmerksam zu machen. Mit freiem W-Lan und zusätzlichen Pokémon-Figuren lockten die Verbraucherschützer dafür am Samstag in den Alaunpark.

Man setze vor allem auf den Dialog, erklärt Vorstand Andreas Eichhorst. Während die Bundeszentrale für Verbraucherschutz den Spiele-Anbieter Niantic gerade wegen unzulässiger Nutzungsbedingungen abmahnt, arbeiten die Sachsen für ihre Aktion mit dem Unternehmen ein klein wenig zusammen, um mehr Pokémon-Fans mit Lockmodulen in den Park und zum eigenen Zelt zu lotsen.

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Mit dem Handyspiel Pokémon Go versucht die Verbraucherzentrale Sachsen, die Dresdner auf das Thema Datenschutz aufmerksam zu machen. Mit freiem W-Lan und zusätzlichen Pokémon-Figuren lockten die Verbraucherschützer dafür am Samstag in den Alaunpark.

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Dort konnten die kleinen und großen Dresdner dann Handymonster einfangen und sich auch über die Fallstricke des weltweit beliebten Spiels informieren. Denn, so warnt Eichhorst, das Spiel ist zwar kostenlos, bezahlt wird aber mit persönlichen Daten. Das lasse sich aber zumindest begrenzen, ergänzt seine Kollegin Katja Henschler. Wer Pokémon Go spielt, müsse dem Anbieter dafür nicht alle Rechte einräumen, die dieser will. Vielen sei nicht bewusst, dass so etwas gehe, sagt Henschler. „Es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen“, so die Expertin. Das gelte nicht nur für die eine App.

Zudem warnen die Verbraucherschützer noch vor anderen Problemen. So verbraucht Pokémon Go vergleichsweise viel Handyvolumen. Gerade bei Jugendlichen sei die Flatrate dann schnell aufgebraucht und der Nutzer muss teuer Datenpakete nachkaufen. Zusammen mit In-App-Käufen werde so aus dem Spiel doch noch eine Kostenfalle. Zudem könne das Spiel auch die Persönlichkeitsrechte Dritter verletzten. Denn die App ermöglicht es, immer wieder Fotos zu machen. Leider würde kaum ein Nutzer darauf achten, wer dann noch im Bildhintergrund erkennbar ist. Landet das Bild dann im Internet und der Fotografierte klagt dagegen, kann das teuer werden.

Verdammen wollen die Verbraucherschützer das Spiel deswegen aber nicht. „Die Spiele sind schön und machen Spaß“, meint Andreas Eichhorst. Durch die Verbindung von digitaler und echter Welt würden viele Gamer mehr vor die Tür gehen. Das sei etwas absolut Positives. Wichtig sei aber, die Monsterjagd verantwortungsbewusst anzugehen.

Von S. Lohse

Dresden, Alaunplatz 51.071279 13.755975
Dresden, Alaunplatz
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