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Tomaten auf Brachen: Grüne wollen mehr öffentliche Bürgergärten

Tomaten auf Brachen: Grüne wollen mehr öffentliche Bürgergärten

Sie heißen "Bunte Beete Interkultureller Garten", "Prinzessinnengarten" oder "Ton Steine Garten". Über zwei Dutzend kommunaler Gärten für Jedermann - städtische Beete zum Mieten - gibt es in Berlin.

Geht es nach den Grünen im Stadtrat, soll auch Dresden eine Vielzahl temporärer Kleingartenflächen erhalten - um die städtischen Brachen wiederzubeleben bis die Flächen für Bauten erschlossen sind.

Mangold und Möhre Marke Eigenanbau - da könnten sich Städter in Plattenbauten oder anderen Gebäuden ohne eigenes Grün gärtnerisch verwirklichen, ihr eigenes Gemüse anbauen. "Stadtgärtnern" (Urban Gardening) und "Urbane Landwirtschaft" (Urban Farming) nennt sich dieser (inter)nationale Trend einer neu entdeckten Leidenschaft von Städtern für das Gärtnern. Das ist nicht nur dekorativ und verbessert das Mikroklima einer Stadt, sondern ist gleichzeitig ein Beitrag zum Anbau von eigenen Nahrungsmitteln und sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Dresden weist eine hohe Zahl innerstädtischer Brachflächen auf. Rund 4,7 Prozent der Stadtfläche - 1550 Hektar - liegen brach, darunter ehemals industriell genutzte, Bahn- oder Militär-Flächen oder Investitionsbrachen. Die Grünen wollen jetzt nicht nur mit Tomaten Brachen beleben, sondern fordern ein umfassendes kommunales Flächenmanagement für soziale und ökologische Ziele von der Stadt. "Die Zwischennutzung von Gebäuden, Freiräumen und städtebaulichen Lücken ist eine große Chance, für Natur, Kultur und die Gemeinschaft in Dresden", ist sich Grünen-Stadträtin Margit Haase sicher. Zwar gebe es schon einige Bürgergärten in Dresden - zum Beispiel der Mehrgenerationengarten Aprikosen für alle -, doch das lasse sich konzeptionell und mit einem Webauftritt, wo Flächen zur Verfügung gestellt werden, steigern, so die Grünen. Heute entscheidet der Stadtrat über diesen Grünen-Antrag. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.09.2012

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