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Tierrechtsorganisation Peta protestiert in Dresden gegen Pelztierhaltung

Tierrechtsorganisation Peta protestiert in Dresden gegen Pelztierhaltung

Mit einer drastischen Aktion machte die Tierrechtsorganisation Peta am Dienstagnachmittag auf das Leid von Pelztieren aufmerksam. In der Prager Straße kauerte eine nur leicht bekleidete, blutverschmierte Aktivistin in einem winzigen Drahtkäfig - bei Temperaturen um 5 Grad Celsius.

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In der Fußgängerzone Prager Straße in der Dresdner Innenstadt protestierten Peta-Aktivisten gegen Pelztierhaltung.

Quelle: Tanja Tröger

Weitere Peta-Aktivisten verteilten Informationsmaterial an Passanten.

„Wir wollen die Konsumenten darüber informieren, unter welch grausamen Bedingungen Pelze hergestellt werden. Pelze sind ein Tierqualprodukt, deshalb sollte Pelztierhaltung in Deutschland verboten werden", sagte Sebastian Gasior, Aktionskoordinator bei Peta. „Die Ende 2011 in Kraft getretene Nutztierhaltungsverordnung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung", so Gasior. Die Tiere, hauptsächlich Nerze, müssten nun unter besseren Bedingungen gehalten werden, mehr Platz und Zugang zu Wasser bekommen. Weil dadurch die Zucht unrentabel wird, hätten in den vergangenen Monaten bereits knapp die Hälfte der ehemals 20 Betriebe schließen müssen. „Wir begrüßen diese Entwicklung, setzen uns aber weiterhin für die Schließung aller Pelztierfarmen und die Verbannung von Pelzen aus der Mode ein", betonte Gasior.

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Mit einer leicht bekleideten, blutverschmierten Aktivistin in einem Käfig protestierte die Tierrechtsorganisation Peta in der Prager Straße gegen Pelztierhaltung.

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Im Drahtkäfig harrte die 22-jährige Studentin Tina trotz unübersehbarer Gänsehaut etwa eine Dreiviertelstunde aus. „Ich kann ja danach ein Käffchen trinken und mich aufwärmen, aber die Tiere auf den Pelzfarmen sind diesem Elend hilflos ausgeliefert. Da kann man so eine Aktion schon mal machen", sagte die Peta-Aktivistin. Bereits den dritten Tag hocke sie im Käfig, nur mit Bikini und einem blutverschmierten Pelzmantel bekleidet. „Ich bin selbst überrascht, wie gut ich das verkrafte. Ich bin durch ähnliche Aktionen wohl schon abgehärtet."

Die Passanten reagierten sehr verschieden, erzählte Aktivistin Tina. Von Sprüchen wie „Lass doch mal den Mantel fallen!" über Mitleid bis hin zu schockierten Mienen und Entsetzen über die Pelztierhaltung haben sie schon viel erlebt.

Die Peta-Aktivisten touren zurzeit durch mehrere ostdeutsche Städte. „Die deutschen Pelztierfarmen konzentrieren sich in Nordrhein-Westfalen und in Ostdeutschland", erklärte Aktionskoordinator Gasior. Als Beispiele nannte er die Betriebe in Seelitz bei Mittweida und Söllichau bei Wittenberg.

Tanja Tröger

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