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Tanz bis in den frühen Morgen

Tanz bis in den frühen Morgen

Sie ist klein und zierlich, trotz ihrer 56 Jahre atemberaubend schön, offenbar ohne Starallüren, hat eine gewinnende fröhliche Ausstrahlung und kann auch noch deutsch: die italienische Schauspielerin Ornella Muti.

Sie war der Star des Semperopernballes, neben James-Bond-Darsteller Roger Moore und - Helene Fischer. Die Schlagersängerin wurde neben Muti, Moore und dem arabischen Geschäftsmann Khaldoon Khalifa Al Mubarak überraschend ebenfalls mit einem St. Georgs Orden des Semperopernballs geehrt.

Laudatorin war die Schauspielerin Dennenesch Zoudé, die "sehr, sehr kurzfristig" von dieser ehrenvollen Aufgabe erfahren habe. "Ich habe eine sehr große Hochachtung vor Helene Fischers Leistung, so lange so erfolgreich zu sein."

Nach ihrem Auftritt bei der Preisverleihung begeisterte Helene Fischer zu mitternächtlicher Stunde im Großen Ballsaal. Die Ballbesucher tanzten ausgelassen oder drängten sich rund um die Bühne, um einen Blick auf die Sängerin zu erhaschen. Nach dem Konzert konnte sich Helene Fischer vor begeisterten Fans kaum retten, die mir meinen Notizblock zerpflückten, um ein Autogramm zu ergattern. Helene Fischer nahm den Andrang gelassen, beschrieb freundlich herausgerissene Zettel und antwortete auf Fragen.

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Dass vor und in der Oper gemeinsam gefeiert wird, ist weltweit einmalig.

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Susann Duval mit einem Kleid von Nita Bühnenkostüme aus Erkrath.

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Dann ging die Party traditionell in der Fledermausbar weiter.

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Wer mit deutschen Schlagern nichts anfangen konnte, der machte in der Fledermausbar die Nacht zum Tag. Gesehen wurden dort u.a. Torwartlegende Jens Lehmann und Ex-Fußballspieler und Trainer Eduard Geyer mit Frau. Engagiert für die Fledermausbar mit dem überdimensionalen roten Sofa war die Chris Genteman Group. Sie spielte bereits beim Wiener Opernball und beim Dresdner Landespresseball. Auf dem Semperopernball heizte die Band den Ballgästen kräftig ein, auf der Tanzfläche ging kein Blatt zu Boden.

Zum Programm des 7. Semperopernballes - in der Oper moderiert von Gunther Emmerlich und Ruth Moschner und vor der Oper von Roman Knoblauch und Mareile Höppner - gab es fast nur positive Stimmen. Mit Opernstar René Pape (gebürtiger Dresdner) und Sopranistin Alexandra Kurzak waren hoch- karätige Künstler engagiert worden. Die Pop-Classic-Gruppe Adoro sang nicht nur, die fünf Mitglieder waren später höchstselbst in der Oper unterwegs, um Tombolalose zu verkaufen. Der Erlös geht an ein Afrika-Hilfsprojekt von Unicef - 27 000 Euro waren es diesmal. Verlost wurden im Saal ein wertvolles Collier, eine Reise auf die Malediven und eine Kreuzfahrt von Singapur nach Dubai.

Die spärlich bekleideten Tänzerinnen des Pariser Varieté Moulin Rouge sorgten mit mehreren Auftritten für Farbe und Revuefeeling. Da gab es dann allerdings durchaus geteilte Meinungen. Aber, wie ja auch das Ballmotto sagte, "Dresden darf das". Glitzer und Glamour gehören zu einem solchen Ball dazu. Zu sehen gab es jede Menge: Viele prominente Gesichter natürlich, schöne aber - vorsichtig ausgedrückt - auch sehr gewagte Dekolletés, traumhafte und weniger schöne Kleider. Aber das ist ja immer Ansichtssache. Ein Blitzlichtgewitter empfing TV-Sternchen Daniela Katzenberger, deren Kleid zwar vorn züchtig hochgeschlossen war, dafür hinten umso mehr Einblick gewährte. Katzenberger, deren Ballbesuch im Vorfeld in der Öffentlichkeit zwiespältig aufgenommen wurde, wagte sogar ein Tänzchen, aber ward dann schon bald nicht mehr gesehen. Dass der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich vor dem Eröffnungswalzer mit seiner Frau das Ballmotto vermutlich aus Versehen leicht abwandelte in "Dresden kann das" sorgte für Schmunzeln. Doch irgendwie stimmt es ja auch. Dresden kann Opernball.

Catrin Steinbach

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