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Striezelmarkttasse erstmals „Made in Sachsen“

Weihnachtsmarkt Dresden Striezelmarkttasse erstmals „Made in Sachsen“

Die Maschine in der Firma Kannegießer Keramik im ostsächsischen Neukirch läuft von morgens um sechs bis 24 Uhr durch. Im Sekundentakt spuckt sie im Pressverfahren je vier Tassenrohlinge aus, die dann von Andre Barth vorsichtig mit einem Schwamm geglättet werden.

Quelle: Miriam Harner

Dresden. Die Maschine in der Firma Kannegießer Keramik im ostsächsischen Neukirch läuft von morgens um sechs bis 24 Uhr durch. Im Sekundentakt spuckt sie im Pressverfahren je vier Tassenrohlinge aus, die dann von Andre Barth vorsichtig mit einem Schwamm geglättet werden.

Das 30-Mann-Traditionsunternehmen aus dem Jahr 1824 von Inhaber Andreas Kannegießer fertigt die neuen Glühweinbecher für den ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands. Bis zur Eröffnung am 26. November müssen insgesamt 100.000 Tassen hergestellt werden. Und der Produktionsprozess ist aufwändig: Nachdem die Tassen gepresst wurden, werden sie getrocknet und kurz erhitzt. Anschließend erhalten sie ein Tauchbad im Farbton „Preußisch Blau“, bevor sie insgesamt dreimal bei bis zu 1260 Grad in riesigen Öfen gebrannt werden.

Silke Kannegießer, Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, und Andreas Kannegießer bei der Enthüllung der neuen Strizelmarkttasse in Neukirch.

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Erst dann erstrahlen sie in voller Pracht und können die Bäuche und Hände der Weihnachtsmarktbesucher mit heißem Glühwein wärmen. Das zur Glasur verwendete Pigment hat eine besondere Eigenschaft: Je nach Einfallswinkel wird das Licht in Farbtönen von Petrol bis Nachtblau gebrochen.

„Produktionsbeginn war im September. Damit wir den Termin halten können, haben wir extra noch einen Zeitarbeiter eingestellt. Aber wir sind stolz darauf, dass wir in den nächsten Jahren die Tassen für den Striezelmarkt herstellen dürfen. Diese individuell zu entwerfen und zu gestalten, war eine schöne Aufgabe“, so Kannegießer.

Dass die Striezelmarkttassen exklusiv für diesen Zweck komplett neu entworfen wurden und in Sachsen hergestellt werden, ist eine Premiere. Bisher waren die Tassenkörper Stangenware und wurden nur noch für den berühmtesten Dresdner Weihnachtsmarkt bedruckt.

Über die neue Produktionsstätte freut sich auch Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung: „Der Striezelmarkt steht für Tradition und Historie. An vielen Stellen wird für die Besucher traditionelles Handwerk lebendig. Wir freuen uns daher außerordentlich, dass wir für die Herstellung der Tassen ein Unternehmen in der Region gefunden haben.“

Besonders an den neuen Tassen, die für die nächsten fünf Jahre auf dem Markt zu finden sein werden, ist der Henkel mit dem kleinen Fäustling. Er dient gleichzeitig als Zierde wie auch als bequeme Daumenablage. Außerdem ist er vom Durchmesser her so groß gestaltet, dass man den Becher auch bequem mit dicken Handschuhen umgreifen kann.

Ein Teil der Becher wird mit einem wechselnden Jahresmotiv erhältlich sein, um der Nachfrage von interessierten Sammlern zu entsprechen. Die Vorderseite des Glühweinbechers ziert das als Relief herausgearbeitete Logo des Dresdner Striezelmarktes. Das Jahresmotiv zeigt in diesem Jahr die Dresdner Striezelkinder vor der Silhouette von Frauenkirche, Rathausturm und dem Turm der Kreuzkirche. Das Pfand auf die Tassen wird in diesem Jahr drei Euro betragen.

Miriam Harner

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Auf dem Dresdner Striezelmarkt haben die Besucher in diesem Jahr erstmals Tassen „Made in Sachsen“ in ihren Händen. Und auch für die 50.000 ausrangierten alten Trinkgefäße ist inzwischen eine Lösung gefunden worden.

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