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Streifall Striezelmarkt-Fichte: Bürgermeister spricht Machtwort

Streifall Striezelmarkt-Fichte: Bürgermeister spricht Machtwort

Er ist das Gesprächsthema der vergangenen Tage: der Weihnachtsbaum auf dem Striezelmarkt am Altmarkt. Wie auch die DNN am 7. November schrieben, haben sich zahlreiche Dresdner bereits einen Tag nach der Aufstellung darüber beschwert, dass die 29 Meter hohe Fichte aus der Dresdner Heide zerfleddert und dürftig aussehen würde.

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Viele Dresdner beschreiben den diesjährigen Weihnachtsbaum am Altmarkt als schief, vertrocknet und erbärmlich.

Quelle: Carola Fritzsche

Ausgewählt wurde der 105 Jahre alte Baum unter anderem von Marko Groß, Leiter des Forstreviers Klotzsche.

Was allerdings viele nicht wussten: Der Amtsleiter stellte der Stadt insgesamt fünf Bäume zur Auswahl. "Warum die Entscheidung nun auf diesen Baum fiel, kann ich nicht sagen. Wir haben nur eine Vorauswahl getroffen", erklärt Groß. Heiko Müller, Abteilungsleiter des Staatsforstbetrieb Bezirk Dresden weist allerdings auch darauf hin, dass alle Bäume der Dresdner Heide in diesem Jahr eine Gelbfärbung in den Nadeln haben, so dass das Markt- amt der Stadt nur in einer anderen Region eine bessere Wahl hätte treffen können. "Ich versteh auch ehrlich gesagt nicht die Aufregung in der Bevölkerung. Der Weihnachtsbaum ist ein Naturprodukt. Der kann nun mal nicht wie Heidi Klum aussehen", betont Müller. Außerdem müsste man vielerlei Kriterien beachten. So sollte der Baum beispielsweise mindestens eine 20 Meter freie und grüne Krone haben. Auf der anderen Seite durfte er in diesem Jahr aber auch nicht zu breit sein, da um den Baum herum zu wenig Platz ist.

Dennoch wurden viele Stimmen laut, die Stadt müsste den Baum austauschen. Zu dieser Forderung äußerte sich gestern nun auch Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP): "Schon aus logistischen Gründen ist der Austausch des Baumes nicht machbar. Die Hütten drumherum stehen bereits." Außerdem kostete der Baum, sein Fällen, das Transportieren und das Aufstellen immerhin 10 000 Euro. Die Bürger sollten einfach abwarten, wie der Baum mit der Beleuchtung aussieht. Auch Müller fügt hinzu: "In den vergangenen Jahren sah der Weihnachtsmarktbaum außerdem nicht anders aus."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.11.2012

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