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"Stellungswechsel" in der Dresdner Bäckerei Walther

"Stellungswechsel" in der Dresdner Bäckerei Walther

Mit "Stellungwechsel: Job bekannt, fremdes Land" gelang "Kabel eins" vergangenes Jahr ein Überraschungserfolg. Als erste Sendung in der Geschichte des Senders wurde die Jobtausch-Doku mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Das Konzept des TV-Formates ist simpel. Deutsche tauschen ihren Job für zehn Tage mit Menschen von einem anderen Kontinent, die dort dieselbe Arbeit ausüben. In der ersten Folge der neuen Staffel dreht sich alles um die Bäckerei Walther in Pieschen. Hier schickt der Chef Matthias Walther seine Mitarbeiter Heiko Rößler (46) und Franzi Schröter (20) in eine Backstube in der ugandischen Stadt Jinja. Dafür kommen die zwei afrikanischen Bäcker Yansin Seruwugie (23) und Martin Kyangu (26) in die Dresdner Backstube, um dort kräftig mit anzupacken.

Wenn auch in beiden Ländern der gleiche Beruf ausgeübt wird, unterschiedlicher könnten die Umstände kaum sein. "Selbst in der DDR waren die Bedingungen besser", stellt der Bäcker Heiko Rößler nach den Dreharbeiten fest und fügt hinzu: "Es ist eine komplette Umstellung mit einem Ofen zu arbeiten, der mit Holz befeuert wird. Nicht eine Maschine nimmt einem die Arbeit ab und alles muss mit Hand geknetet werden."

Trotz der harten Tage in der ugandischen Bäckerei bereut Rößler es nicht, an dem Austausch teilgenommen zu haben. "Die Menschen dort waren sehr nett und uns gegenüber sehr offen eingestellt", erinnert sich der Bäcker mit Freude an seine Tage in Uganda. Franzi Schröter kann noch heute nicht fassen, was sie in dem afrikanischen Land erlebt hat. "Es war einfach ein Schock, wie sie die Dinge dort zubereiten, wie sie arbeiten, leben", berichtet die 20-jährige Auszubildende. Viel vom Land gesehen haben die beiden nicht, denn dafür blieb unter den harten Arbeitsbedingungen kaum Zeit. Nur beim stundenlangen Ausfahren der Brote mit einem völlig überladenen Fahrrad konnten sie einige Impressionen auffangen.

Während die beiden Dresdner Bäcker in Afrika schufteten, hatten auch die beiden Ungander in der Bäckerei Walther kein leichtes Leben. "In Uganda fängt man morgens um sieben an zu backen, um die Brötchen am nächsten Tag zu verkaufen. Wir schmeißen schon um eins unseren Ofen an, was den beiden sehr zusetzte", berichtet Bäckermeister Matthias Walther, der die Afrikaner während ihres Aufenthaltes betreute. Trotz der frühen Arbeitszeiten, Seruwugi und Kyangu haben während der Dreharbeiten viel gelernt. "In ihrem Heimatland gibt es vielleicht drei oder vier verschiedene Sorten Brot. Wir haben versucht, ihnen die Spezialitäten und Variationen der deutschen Backkunst näher zu bringen", berichtet Walther aus seinen zehn gemeinsamen Tagen mit den beiden Austauschbäckern. Wichtigstes Rezept, das die beiden gelernt haben: Dresdner Eierschecke.

Die Sendung wird am kommenden Donnerstag um 20.15 auf Kabel eins ausgestrahlt. Im Anschluss testen die Dresdner Austauschbäcker zusammen mit ihrem Chef Matthias Walther im "K1 Magazin" mit Kim Heinzelmann ab 22.25 Uhr, wie gut Aufbackbrötchen wirklich sind. hh

kabeleins.de/tv/stellungswechsel

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.08.2012

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