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Stefan Lenk aus Dresden ist Sachsens bester Nachwuchsbäcker

Stefan Lenk aus Dresden ist Sachsens bester Nachwuchsbäcker

Der beste Nachwuchsbäcker Sachsens kommt aus Dresden. Bei der 22. Meisterschaft der Bäckerjugend in der Sächsischen Bäckerfachschule Dresden-Helmsdorf e.

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Bäckerlehrling Stefan Lenk beim Zubereiten eines Stollens.

Von Stephan KLINGBEIL

V. im Industriegelände an der Königsbrücker Straße hat der 19-jährige Stefan Lenk die Jury am meisten überzeugt. Neben dem Angestellten der Dresdner Bäckerei und Konditorei René Krause waren weitere fünf Bäcker angetreten. Auch wurde die beste Bäckereifachverkäuferin der drei Handwerkskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig gekürt. Hier lag am Ende die 1990 geborene Claudia Beck vorn. Die Zeithainerin arbeitet bei der Bäckerei Brade mit Sitz in Riesa. Insgesamt waren sieben junge Frauen an den Start gegangen. Sie mussten in fiktiven Kundengesprächen beraten, Reklamationen entgegen nehmen, aber auch Canapés und Törtchen kreieren.

Die Bäcker sollten Plunder, Brot, Torte und Snacks backen. Ferner mussten sie ein Schaustück anfertigen. Als Thema für diesen kreativen Teil war Olympia vorgegeben. Am Ende durften sich die Gewinner über jeweils 150 Euro freuen.

Preisträger Lenk, der erst über ein berufsvorbereitendes Jahr zum Bäckerhandwerk gekommen war, bekam von seinem Chef zur Belohnung einen Tag frei. Bäckermeister René Krause hatte den Landeswettbewerb auch schon gewonnen - 1997. Ein Jahr später folgte der Deutsche Titel. Und in der Vorwoche wurde der 36 Jahre alte Dresdner Brot-Weltmeister in München. "Nun trainieren Stefan und ich für die Deutschen Meisterschaften", sagt er.

Diese finden Mitte November in Weinheim in Baden-Württemberg statt. Lenk kann daran ebenso teilnehmen wie Claudia Beck. Dort gibt es zumindest für die Bäcker die Chance, sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren.

Alle 13 Teilnehmer des diesjährigen Landesfinales in Dresden hatten in diesem Sommer ihre Lehren beendet. Sie wurden eingeladen, weil sie die besten Leistungen erbracht hätten, mindestens wurde ein Notenschnitt von 2,4 erwartet, so Bäckermeister Matthias Brade vom Landesinnungsverband. Laut Brade sind aber nicht alle Absolventen der Einladung zu dem Wettbewerb gefolgt. "Schade, einige wissen scheinbar nicht, dass man so eine Teilnahme später als Referenz bei Bewerbungen vorweisen kann." Die Zahl der Absolventen habe sich zudem in den vergangenen 20 Jahren halbiert, erklärt Brade. Doch das hätte vor allem demografische Ursachen. Aber um Fachpersonal zu halten, würden auch die Löhne wieder steigen - vor allem in größeren Städten Sachsens träfe dies zu.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.09.2012

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