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Stallhof-Weihnachtsmarkt öffnet am Mittwoch

Frisch gebadet ins neue Jahr Stallhof-Weihnachtsmarkt öffnet am Mittwoch

Am Mittwochnachmittag öffnet der mittelalterliche Weihnachtsmarkt im Stallhof als erster Dresdner Budenzauber. Um 16 Uhr werden die Türen aufgesperrt, das Neva-Brass Quintett aus St. Petersburg kündet lautstark von den offenen Toren.

Ritter Thomasius auf seinem Einhorn Esmeralda

Quelle: Tanja Tröger

Dresden. „Wenn wir jetzt schon Glühwein hätten oder wenigstens ’nen heißen Kaffee, das wär super!“ Angesichts der frostigen Temperaturen gleichen sich die Wünsche der Standbetreiber, Handwerker und Techniker, die im Stallhof fleißig letzte Hand an mittelalterlich anmutende Marktbuden, die Verkabelung und die hölzernen „Gehwege“ legen. Nur noch wenige Stunden müssen sie auf mitgebrachte Heißgetränke aus Thermoskannen zurückgreifen.

Am Mittwochnachmittag öffnet der mittelalterliche Weihnachtsmarkt im Stallhof als erster Dresdner Budenzauber. Um 16 Uhr werden die Türen aufgesperrt, das Neva-Brass Quintett aus St. Petersburg kündet lautstark von den offenen Toren, und dann wird auch schon Ritter Thomasius auf seinem Einhorn Esmeralda angetrabt kommen und Geschenke verteilen. Das wird der Herr im edlen Gelb übrigens jeden Tag in der hereinbrechenden Dämmerung tun.

Feinschliff: Impressionen von den letzten Aufbauarbeiten des diesjährigen Stallhof-Weihnachtsmarktes. Fotos: Tanja Tröger

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Im wirklichen Leben heißt der bärtige Recke Thomas Zierfuß und ist Marktleiter. Als solcher weiß er genau Bescheid, was es Neues gibt im mittelalterlichen Weihnachtstrubel: „Wir haben einige Geschäfte verkleinert, um weitere Stände in den Stallhof zu holen.“ Nun bieten mehr Handwerker und Händler ihre Waren feil, etwa ein Bürstenmacher oder ein Imker. Insgesamt 54 Stände verkaufen Handwerkskunst vom böhmischen Glas über Filzhüte, Seile und Stempel bis hin zu Truhen und Töpferwaren. An Möglichkeiten, Hunger und Durst zu stillen, mangelt es ebenfalls nicht. Junge und ältere Kinder können mit einer Laterna Magica, sozusagen dem Kino des Mittelalters, klassische Grimmsche Märchen anschauen. Auch ein Wahrsager wird erstmals seine Dienste anbieten: Dank „El Fantadu“ können die Dresdner seelisch und moralisch gut vorbereitet ins neue Jahr starten.

Und natürlich auch sauber! Dafür steht im Badehaus wieder der hölzerne Zuber mit 37 Grad warmem Wasser und Platz für zwölf Dreckspatzen bereit. Die Badetermine in den Abendstunden sind bereits fast vollständig ausgebucht, aber nachmittags und im neuen Jahr gibt es noch freie Plätze. Säuberungswillige müssen allerdings ihren Termin direkt vor Ort vereinbaren – schließlich waren im Mittelalter weder Internet noch E-Mail schon erfunden.

Geöffnet ist der Mittelalter-Markt bis 23. Dezember und dann noch einmal vom 27. bis 30. Dezember und vom 2. bis 6. Januar täglich von 11 bis 21.30 Uhr. Von Freitag bis Sonntag müssen Gäste drei, ermäßigt zwei Euro Eintritt zahlen, weil an diesen Tagen Gaukler, Feuerartisten und Musiker auftreten. In der Woche kann man kostenlos in den Stallhof. Eine sicherheitsbedingte Einschränkung gibt es allerdings: Sobald 1200 Menschen auf dem Markt sind, werden die Tore wegen Überfüllung dichtgemacht. Dann heißt es ein wenig Geduld haben.

Tanja Tröger

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