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Spielerisch gegen Hautkrebs – Krebszentrum Dresden will mit Clown Zitzewitz Kinder aufklären

Spielerisch gegen Hautkrebs – Krebszentrum Dresden will mit Clown Zitzewitz Kinder aufklären

Clown Zitzewitz hat es nicht leicht. Die Sonnenmilch schmeckt gar nicht, mit der Brille sieht er nichts und das Sonnen-T-Shirt passt gar nicht um die Beine. Hätte er nicht seinen „Zottelfloh“ im Ohr, Clown Zitzewitz hätte bald einen mächtigen Sonnenbrand.

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Clown Zitzewitz soll den Kindern in Sachsen spielerisch beibringen, wie wichtig Sonnenschutz ist.

Quelle: Stephan Lohse

Mit diesem kleinen Theaterstück will das Präventionszentrum der Uniklinik Dresden künftig möglichst viele Kindergartenkinder in Sachsen für die Gefahren der Sonne sensibilisieren. Denn auch wenn Sonne und Licht gut tun – wer nicht aufpasst, erhöht sein Hautkrebsrisiko.

Kinder seien zwar beim Thema Hautkrebs keine Risikogruppe, erklärt Gerhard Ehninger, der Leiter des Universitäts-Krebs-Centrum (UCC) an der Dresdner Uniklinik. Aber die Haut merke sich jeden Sonnenstrahl. Wer im Kindheitsalter regelmäßig Sonnenbrand habe, dessen Hautkrebsrisiko steige deutlich. Etwa die Hälfte der Bevölkerung sei Krebsgefährdet, so Ehninger. Und davon sei nur die Hälfte heilbar, unterstreicht er die Bedeutung des Themas. Es sei daher wichtiger vorzubeugen als zu behandeln.

Deswegen zeigen Clown Zitzewitz und Zottelfloh den Kindern, wie wichtig ein Hut und eine Sonnenbrille sind, dass ein T-Shirt Rücken und Schultern schützt und dass Sonnencreme unverzichtbar sind. Aktuell gibt es vier Personen, die sich in den beiden Rollen abwechseln. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter und Hilfskräfte des Präventionszentrums.

Auch Mitarbeiterin Friederike Stölzel wird in diesem Jahr regelmäßig in die Rolle des Clowns schlüpfen. Das Stück wurde von der Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Prävention in Hamburg entwickelt, erklärt sie. In ganz Sachsen sind künftig 15 bis 20 Einsätze im Jahr geplant, die für die Kitas kostenfrei sind. Finanziert wird das Projekt von der Deutschen Krebshilfe. Bis 2014 sind die nötigen Gelder zunächst gesichert.

Das Kindergarten-Projekt ist dabei nur ein Baustein von vielen. Erwachsene sollen in einer Vortragsreihe für die Gefahren von Krebs sensibilisiert werden, in Grundschulen läuft ein Ernährungsworkshop mit Handpuppen, Schüler ab der 7. Klasse soll ein Workshop mit dem Titel „Mit Köpfchen gegen Krebs“ ansprechen. Weitere Projekte sind geplant, so Stölzel, unter anderem zum Thema Nichtrauchen in Berufsschulen.

Das Theaterstück für die Kleinsten sei der neueste Baustein, der zudem aktuell wissenschaftlich untersucht werde. Im Sommer sollen die Ergebnisse vorliegen. Dann wird sich zeigen, ob Kinder die Ratschläge von Clown Zitzewitz verinnerlicht haben.

Stephan Lohse

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