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Sex nach Lehrbuch - Sieben von zehn Studenten träumen vom Quickie auf dem Campus

Sex nach Lehrbuch - Sieben von zehn Studenten träumen vom Quickie auf dem Campus

In Deutschlands Universitäten wird längst nicht nur Wissen transferiert: Wie eine Umfrage des Hochschulmagazins „Unicum" ergab, tauschen Studenten auf dem Campus auch reichlich Körperflüssigkeiten aus.

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In Deutschlands Universitäten wird längst nicht nur Wissen transferiert: Wie eine Umfrage des Hochschulmagazins „Unicum" ergab, tauschen Studenten auf dem Campus auch reichlich Körperflüssigkeiten aus.

Quelle: Sebastian Kahnert

Knapp ein Fünftel aller 1500 befragten Nachwuchsakademiker hat der Erhebung zufolge bereits mindestens einmal Sex an der Uni gehabt, ganze 70 Prozent könnten sich eine flotte Nummer in der Hochschule vorstellen. Besonders scharf sind die Studies übrigens auf einen Quickie zwischen den Bücherregalen: Jede(r) Vierte würde es gerne mal in der Bibo krachen lassen.

Was mancherlei Fantasie beflügelt, will sich die Sprecherin der Universitätsbibliothek in Dresden lieber nicht genauer ausmalen: „Es gibt eine Hausordnung, die gebührliches Verhalten vorschreibt. Man sollte bedenken, dass man in einer Bibliothek ist", formuliert es Jenny Herkner diplomatisch. Entsprechende Vorfälle seien ihr bislang noch nicht zu Ohren gekommen.

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Paddy B. ist unerfahren in Sachsen Campus-Sex: „Die Idee an sich ist cool, es gibt bestimmt Möglichkeiten: leere Räume oder in der Slub." Beim Thema Sex will der 30-Jährige nicht allein aufs Bild, deswegen steht ihm die Redakteurin bei.

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Die Konsequenzen für Pärchen, die in flagranti beim Liebesspiel zwischen den Büchern erwischt würden, müssten im Einzelfall geprüft werden. „Ich glaube nicht, dass es deshalb gleich Hausverbot gibt", sagt Herkner, die aber noch einmal mit Nachdruck an den Anstand der Bibliotheksbesucher appelliert. Dass Giovanni Boccaccios Dekameron ausgerechnet an einer kaum frequentierten Stelle steht, dürfte demnach also doch nur ein Versehen sein.

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Eine Zweigstelle der SLUB mit Mensa auf dem Campus der Technischen Universität Dresden , Zellescher Weg.

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Valide Daten zur tatsächlichen Anzahl erlebter Glücksmomente an den Dresdner Hochschulen liegen offenbar nicht vor. „So etwas gelangt nicht zur Pressestelle", erklärt Mathias Bäumel, Sprecher der Technischen Universität. Von Exmatrikulationen wegen frivoler Entgleisungen habe er noch nichts gehört. An einen derartiger Vorgang kann sich auch nicht der langjährige Studentenrat Armin Grundig erinnern. Dass auf dem Campus trotzdem hin und wieder mal die Post abgeht, hält er dennoch für möglich: „Es gibt abends öfters mal Partys in den Hörsälen, da wird viel Alkohol ausgeschenkt. Wir haben im Übrigen ja auch einen schönen grünen Campus mit vielen Bäumen und Hecken."

Aus Spaß wird bekanntlich jedoch auch rasch Ernst. Ein nicht unbemerkt gebliebenes Nümmerchen im Hörsaal kann gar zum Fall für die Staatsanwaltschaft werden. „Das Gesetz sieht wegen der Erregung öffentlichen Ärgernisses eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe vor", warnt der renommierte Dresdner Strafverteidiger Dr. Endrik Wilhelm. Solche Verfahren seien aber in der Praxis eher die Ausnahme. Doch das Schäferstündchen im öffentlichen Raum stellt zugleich auch eine Ordnungswidrigkeit dar. „Da ist eine Geldbuße von bis zu 10.000 Euro möglich", so der Jurist.

Heißt im Klartext: Wer Ärger vermeiden möchte, behält im Unialltag also besser einen kühlen Kopf - oder stellt es so diskret an, dass es nicht auffliegt. Ruhige Ecken gibt es an den Dresdner Hochschulen schließlich genug...

Sebastian Kositz

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