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SemperOpernball 2012: Promireigen, schöne Kleider und ein paar Geheimnisse

SemperOpernball 2012: Promireigen, schöne Kleider und ein paar Geheimnisse

Dresden. Der diesjährige Ball der Semperoper hat in Dresden wieder Tausende in seinen Bann gezogen. Im Opernhaus waren sich die Besucher einig, dass der siebte Ball einer der schönsten war.

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Die Ehepaare Tillich, Blanco und Llambi sowie Preisträgerin Ornella Muti.

Quelle: DNN-Online

Für Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) war es sogar der bisher schönste Ball. „Das Programm war genial", zeigte sich begeistert. Auch in diesem Jahr war es dem Semperopernballverein gelungen, weltbekannte Prominente nach Dresden zu locken.

Der heute 84 Jahre alte Roger Moore wurde durch seine Rolle als James Bond, Agent 007, zur Legende. Die 56-jährige Ornella Muti ist hierzulande vor allem durch ihre Komödien mit Adriano Celentano ein Begriff.  Beide Schaupieler wurden im Laufe des Ballabends mit dem St. Georgs Orden des Semperopernballes geehrt.

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Dann ging die Party traditionell in der Fledermausbar weiter.

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Moore bedankte sich höflich auf Deutsch und würdigte dann in seiner Muttersprache die Stadt Dresden, die er zum ersten Mal besuchte. Die Laudatio für Roger Moore sprach der Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere. Ornella Muti, die den Orden von Gala-Chefredakteur Peter Lewandowski entgegennahm, dankte Laudator und Publikum ebenfalls auf Deutsch und äußerte den Wunsch, alsbald mehr von Dresden sehen zu wollen, denn es gefiel ihr hier ausgesprochen gut. "Es ist ein großartiger Abend! Ich habe einen tollen Preis bekommen, der Ball und die Oper sind wundervoll. Was will man mehr?"

Der dritte Dankesorden ging an Seine Exzellenz Khaldoon Khalifa Al Mubarak aus Abu Dhabi, der für seinen Unternehmergeist ausgezeichnet wurde, von dem auch Sachsen profitierte. „GlobalFoundries ist eine sächsisch-emiratische Erfolgsgeschichte", hatte im Vorfeld des Balles die Sächsische Staatskanzlei die Wahl des Ordensträgers kommentiert. Als Laudator für den arabischen Geschäftsmann, der zudem Präsident des englischen Fußballclubs Manchester City ist, reiste Torwartlegende Jens Lehmann an. Die Aufgabe des Laudators habe er gern, wenn auch sehr kurzfristig übernommen, verriet Lehmann, der sich bei seiner "Ball-Premiere" sichtlich wohl fühlte.

Einen Überraschungsorden erhielt Schlagersängerin Helene Fischer auf dem Balkon der Semperoper vor rund 8000 Schaulustigen auf dem Theaterplatz. Laudatorin Dennenesch Zoudé freute sich, der Ausnahmekünstlerin den Preis überreichen zu dürfen. "Ich war ja schon einmal beim Ball zu Gast und habe mich sehr gefreut, wieder dabei sein zu dürfen."

Der Ballabend begann gegen 19 Uhr auf dem Theaterplatz mit dem Schaulaufen der geladenen Gäste auf dem Roten Teppich. Trotz des nicht gerade freundlichen Wetters hatten sich zahlreiche Dresdner vor der Oper eingefunden. Zum einen, um einen Blick auf die über den roten Teppich in die Oper defilierenden Prominenten zu erhaschen. Zum anderen, um auch selbst wieder mitzufeiern. Gotthilf Fischer brachte die Massen auf dem Theaterplatz zum Singen, Profitänzer und Wertungsrichter Joachim Llambi animierte zum Mittanzen.

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Susann Duval mit einem Kleid von Nita Bühnenkostüme aus Erkrath.

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Dass vor und in der Oper gemeinsam gefeiert wird, ist weltweit einmalig.

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Spektakulär diesmal die Eröffnung des Balles: Die Tänzerinnen und Tänzer des Moulin Rouge fuhren in einem Oldtimerbus aus den 30er-Jahren am Roten Teppich vor und tanzten nicht nur in die außen von Tom Roeder mit Feuerwerk und Lasershow passend illuminierte Oper, sondern brachten auch Ehrengäste wie Dresdens Interims-OB Dirk Hilbert, Schauspielerin Stephanie Stumph oder Dieter Wedel an ihre Plätze im floral wieder prächtig geschmückten Ballsaal.

In diesem Jahr führten Gunther Emmerlich und TV-Moderatorin Ruth Moschner durch das Ballprogramm. Dabei ließ es Moschner sich nicht nehmen, für Augenblicke selbst in das aufwendige Kostüm einer Moulin-Rouge-Tänzerin zu schlüpfen. Neben diesen komplettierten Grammy- und Echo-Klassik-Preisträger René Pape, Sopranistin Alexandra Kurzak und die Pop-Classic-Gruppe Adoro das umfangreiche Show-Programm.

Die Staatskapelle Dresden unter Leitung von Asher Fisch und das Semperoper Ballett warfen zusätzliche Glanzlichter. Mit dem Auftritt der 72 Debütantenpaare wurde das Eröffnungsprogramm offiziell abgeschlossen.

Zu mitternächtlicher Stunde sorgte schließlich Helene Fischer im langen Glitzerkleid mit ihren Liedern für ausgelassene Stimmung. Und getanzt wurde natürlich auch. Vor, während und nach dem Konzert. Mutter Beimer-Darstellerin Marie-Luise Marijan amüsierte sich dabei ebenso wie die Sänger Julia Neigel, Roberto Blanco und Daniela Katzenberger. Auch Ornella Mui ließ sich vom Chef des Ball-Vereins auf Tanzparket entführen. Moderatorin Sylvie van der Vaart war ohne Mann gekommen und drehte sich wohl deshalb nur im Blitzlichtgewitter.

„Es war ein sehr schöner Ball", urteilte auch jemand, der das einschätzen kann: Bauunternehmer Richard Lugner, den man besser als Dauergast des Wiener Opernballs kennt. Allerdings sei das Eröffnungsprogramm in Dresden schon sehr lang. In Wien werde zudem beim Ball nicht gespeist, mehr getanzt. „Dafür ist Dresden sozialer und offener“, sagte er. Er wäre gerne länger geblieben, doch seine beiden Begleiterinnen drängten gegen 1 Uhr zum Aufbruch. Er werde gern wiederkommen. Wie wohl die meisten der 2200 Besucher des siebten Semperopernballs.

Catrin Steinbach, Anne Sturm, Jane Janke, dpa

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