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Schönste Kleingartenanlage Dresdens steht in Cotta

Pokal geht an die Gartenfreunde II Schönste Kleingartenanlage Dresdens steht in Cotta

Die „Gartenfreunde II“ – so nennt sich ein Kleingartenverein im Stadtteil Cotta – haben die schönste Kleingartenanlage 2016 in Dresden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert überreichte den Wanderpokal „Flora“ am Sonntag an den Vereinsvorsitzenden.

Schnappschuss im Verein „Gartenfreunde II“: hier der Garten von Monika Delan.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Die „Gartenfreunde II“ – so nennt sich ein Kleingartenverein im Stadtteil Cotta – haben die schönste Kleingartenanlage 2016 in Dresden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert überreichte den Wanderpokal „Flora“ am Sonntag an den Vereinsvorsitzenden Ronald Klot und Torsten Fehrmann, den technischen Vorstand. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 1000 Euro verbunden. Den zweiten Platz im Wettbewerb erreichte der Kleingartenverein am Geberbach in Nickern, den dritten Platz der Verein „Albert Eidner“ in Gruna. Die Preisträger trennten am Ende in der Bewertung nach Punkten nur wenige Zehntel Unterschied.

OB Dirk Hilbert (r.) übergibt an die Vertreter der Gartenfreunde II (Mitte und l.) den Pokal.

OB Dirk Hilbert (r.) übergibt an die Vertreter der Gartenfreunde II (Mitte und l.) den Pokal.

Quelle: Anja Schneider

„Besuchen Sie mal die Gartenfreunde II in Cotta. Jeder der über 90 Gärten ist dort unglaublich liebevoll und detailreich angelegt“, schwärmte Frank Hoffmann, der 1. Vorsitzende des Stadtverbandes Dresdner Gartenfreunde e.V., zum Beispiel vom Wettbewerbssieger. Beeindruckt habe die Jury, welch enormen Wandel der Verein, der vor drei Jahren „am Auseinanderfallen war“, in kürzester Zeit durchgemacht habe. „Sie sind dabei, ihr Vereinsheim, das halb verfallen war, auf Vordermann zu bringen, und eine Gemeinschaftstoilette zu bauen. Und sie haben für die Jungen und Mädchen der fünf angrenzenden Kindereinrichtungen einen Naschgarten zum Lernen, Spielen und Ernten angelegt“, zählte Hoffmann auf.

Bewertet werden beim Kleingartenwettbewerb von einer Jury – der Vertreter des Stadtverbandes der Gartenfreunde, ein Vertreter des Kleingartenbeirates, ein Stadtrat, Detlef Thiel, der Chef des Amtes für Stadtgrün und ein Landschaftsarchitekt angehören – viele verschiedene Kriterien, für die es jeweils Punkte gibt. So zählten nicht nur der Gesamteindruck, die Gestaltung und Pflege der öffentlich zugänglichen Flächen und die Zugänglichkeit der Anlage für die Öffentlichkeit, sondern unter anderem auch die Berücksichtigung des Umwelt- und Naturschutzes, die Qualität des Vereinslebens und die Kontaktpflege zum Wohnumfeld. Entsprechend dem diesjährigen Wettbewerbsmotto „Kleingärten im demografischen Wandel“ wurde der Fokus auch darauf gelegt, wie die Vereine diesen meistern.

„Der Altersdurchschnitt in den Dresdner Kleingartenvereinen geht massiv nach unten“, weiß Detlef Thiel vom Amt für Stadtgrün. Das Kleingartenwesen sei Anfang 2000 schon mal für tot erklärt worden. Aber nun sei das Gegenteil Fall. „Vor allem Familien mit Kindern haben den Kleingarten wieder für sich entdeckt. Es gibt in Dresden eine sehr geringe Leerstandsquote und in vielen Vereinen Wartelisten.“ Es sei nicht nur wichtig, für Vereine, die wegen Baumaßnahmen weichen müssen, Ersatzflächen anzubieten. Man müsse auch dazukommen, bei neu geplanten Wohngebieten künftig Kleingartenland mit auszuweisen, also zusätzlich Flächen für die Schreber bereit zu stellen.

Gefeiert wurde die Prämierung der schönsten Kleingartenanlage am Sonntag Am Urnenfeld in Cossebaude beim Vorjahressieger, dem Kleingartenverein „Am Tummelsbach“, mit einem bunten, vielfältigen und zauberhaften Gartenfest. Mit von der Partie: Zauberpeter und sein Zauberlehrling Max, die viel Beifall bekamen.

Catrin Steinbach

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