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Schillergarten öffnet auch im Winter seinen Biergarten und schenkt im Freien aus

Schillergarten öffnet auch im Winter seinen Biergarten und schenkt im Freien aus

Ein gut gekühltes Bier zu servieren, ist für die Restaurantfachleute des Schillergartens derzeit ein Kinderspiel. Immerhin schenkt die Traditionsgaststätte am Blauen Wunder auch im Winter im Freien aus.

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Sebastian Zehe steht auch im Winter im Freien am Zapfhahn im Schillergarten. Frostige Temperaturen machten ihn nichts aus, sagt er.

Quelle: Lars Müller

"Unsere Schirmbar im Biergarten ist jedes Wochenende und bei schönem Wetter auch spontan unter der Woche geöffnet", sagt Geschäftsführer Thomas Jacob. An guten Tagen würden schon mal zehn Fässer à 50 Liter ausgeschenkt. Der Bierabsatz sei jedoch stark von der Witterung abhängig. Rutscht das Quecksilber weit unter Null, bevorzugten viele Gäste einen hausgemachten Glühwein. Im Angebot an der Freiluftbar sind ferner alle gängigen alkoholfreien Kaltgetränke, heißer Tee, offene Weine und Spirituosen. Zudem wird ein Grill angeheizt, auf dem Würste aus eigener Fleischerei bruzzeln.

"Wir profitieren sehr von den Spaziergängern entlang der Elbe", sagt Jacob. Die Mehrzahl der Gäste komme aus umliegenden Stadtteilen. So berichtet ein älteres Ehepaar aus Laubegast, dass man jedes Wochenende den Sonntagsspaziergang mit einem Abstecher in den Schillergarten verbinde. Die Atmosphäre im Schatten des Blauen Wunders sei auch im Winter unvergleichlich, schwärmt der Laubegaster, bevor er einen kräftigen Schluck Hefeweizen nimmt. Das Thermometer zeigt an diesem Nachmittag minus drei Grad. Seine Gattin bevorzugt deshalb einen heißen Glühwein und meint: "Unter den Heizpilzen lässt es sich auf den Barhockern gut aushalten." Selbst bei Touristen hat sich der winterliche Biergarten herumgesprochen: Ein Mann mit norddeutschem Akzent bestellt sich ein dunkles "lokales Flaschenbier" und erzählt, dass er extra aus der Stadt hierher gekommen sei. Den Schillergarten kenne er von einer früheren Reise und habe im Hotel erfahren, dass er geöffnet sei.

Gut gelaunt gibt sich trotz frostiger Temperaturen das Servicepersonal, das bis zu achteinhalb Stunden im Freien die Gäste bedient. Unter dem riesigen Schirm staue sich die Hitze der Wärmepilze, sagt Sebastian Zehe. Mit drei, vier Schichten übereinander, langer Unterhose und dicken Schuhen sei der Biergarten im Winter kein Problem. Der 25-Jährige sagt, der Einsatz an der Schirmbar mache ihm manchmal mehr Spaß als im warmen Gastraum. Gäste, die im Winter gezielt den Biergarten ansteuerten, seien immer gut gelaunt. Nur wenn der böhmische Ostwind eiskalt das Elbtal herauf blase, könne es unangenehm werden. An solchen Tagen blieben aber auch die Gäste fern und der Biergarten werde geschlossen, sagt sein Chef Jacob.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.01.2014

Lars Müller

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