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Schau im Palais im Großen Garten zeigt floristische Meisterwerke

Schau im Palais im Großen Garten zeigt floristische Meisterwerke

Im Palais im Großen Garten findet derzeit wieder die praktische Prüfung angehender Floristmeister und -meisterinnen statt. Jeder der Prüflinge muss unter den kritischen Blicken der Jury einen Brautschmuck, eine Tischdekoration für eine Hochzeit und eine Pflanzung anfertigen.

Ist auch diese Hürde genommen, übergibt IHK-Präsident Günter Bruntsch heute Nachmittag im Rahmen einer Feierstunde die begehrten Meisterbriefe an die Lehrgangsteilnehmer. Die floristischen Meisterwerke werden dann am Wochenende in einer kleinen Schau präsentiert.

Diese bietet jedes Jahr aufs Neue Überraschendes, denn der Ideenreichtum der Floristen kennt keine Grenzen. Diesmal kann man u.a. zwei Brautkugeln mit Schweif, ein Brautzepter und einen 2,20 Meter langen Haarschmuck bewundern. Das Zepter zum Beispiel, dessen Stiel aus Grashalmen besteht, hat die Coswigerin Katrin Pahlig (42) aus 200 winzigen floralen Einzelteilen zusammengepuzzelt. Fliederfarbenes Wachs, Metall und Strohseide geben der Brautkugel von Dana Zeigermann aus Weißenfels die Form, innen und am Schweif aus Baumheide blühen Clematis, Hortensien und Rosen. Atemberaubend der Haarschmuck, den sich Yenwen Liu (40) aus Taiwan ausgedacht hat. Aus Angelschnur häkelte sie Spitze, die das Haarkämmchen verdeckt. An langen Schnüren lässt sie dann unzählige kleine Blütchen über dem Brautschleier schweben.

Acht Floristinnen haben insgesamt diesen Meisterkurs belegt. Vier von ihnen sind eigens aus Taiwan angereist - in Begleitung von Amy Chang, der Leiterin der privaten Floristenschule aus Taipeh. Mit dieser arbeitet das Dresdner Institut für Floristik schon seit einigen Jahren zusammen. Man schätze Technik, Detailreichtum und Design der deutschen Floristik, erklärt Amy Chang, warum Taiwanerinnen weder Kosten noch Mühen scheuen, in Dresden ihre Prüfung zu absolvieren. Ein IHK-Zertifikat sei sehr begehrt, weiß Lehrgangsleiterin Denise Karsten vom Dresdner Institut für Floristik. Und sie bestätigt, dass die Zahl der Lehrgangsteilnehmer rückläufig ist und sich im Verlauf der vergangenen sieben Jahre nahezu halbiert habe. Zum einen sei es für viele eine finanzielle Frage - mit Kosten von 3000 Euro muss man rechnen. Zum anderen sei seit 2004 eine Meisterausbildung nicht mehr erforderlich, um sich selbstständig zu machen. "Die Konkurrenz ist groß und anspruchsvolle Floristik durchaus gefragt. Wenn man diese Wünsche nicht umsetzen kann, verliert man Kunden", erklärt zum Beispiel Anne Steinbrück (32) aus Sebnitz, warum sie trotzdem den Meisterlehrgang absolviert.

Blumenausstellung "Floristische Meisterwerke" zum Thema Hochzeit, Palais im Großen Garten, 31.8./1.9. jeweils 10-18 Uhr, Eintritt 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.08.2013

Catrin Steinbach

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