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Sarrasani meldet in Dresden Insolvenz an

Zu hohe Mieten, zu wenig Besucher und Steuerbelastung Sarrasani meldet in Dresden Insolvenz an

Die Sarrasani GmbH hat bei dem Amtsgericht Dresden Insolvenzantrag gestellt. "Das ist ein trauriger Tag für meine Familie, unser Unternehmen und natürlich für mich", sagte André Sarrasani am Freitag in einer Presseerklärung.

André Sarrasani

Quelle: Archiv

Dresden.. Die Sarrasani GmbH hat am Freitagvormittag bei dem Amtsgericht Dresden Insolvenzantrag gestellt. "Das ist ein trauriger Tag für meine Familie, unser Unternehmen und natürlich für mich", sagte André Sarrasani in einer Presseerklärung. "Ich musste nun diesen Schritt gehen, um die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens abzusichern." Für den Insolvenzantrag gebe es verschiedene Gründe.
Zum Einen hat die Ausstellung Real Bodies, in der präparierte menschliche Körper zu sehen sind, nicht im Ansatz die prognostizierten Besucherzahlen erfüllen können. Von kalkulierten 15.000 Besuchern pro Monat konnte Sarrasani im Schnitt gerade einmal 23 Prozent realisieren.

Ein anderer schwerwiegender Grund sind unerwartete Steuerbelastungen von mehr als 380.000 Euro. Sarrasani musste rückwirkend bis in das Jahr 2009 für den künstlerischen Teil der Dinner-Shows den vollen Umsatzsteuersatz von 19 Prozent, und nicht mehr den ermäßigten Steuersatz von nur 7 Prozent zahlen. Das Unternehmen hat  bis zum Bundesverfassungsgericht dagegen geklagt - erfolglos.
Darüber hinaus haben die vierfach erhöhte Platzmiete und die damit verbundenen Umzugskosten für den Standort des Trocadero Dinner-Variétheaters dafür gesorgt, dass nachhaltig finanzielle Ressourcen weggeschmolzen sind.

Trotz des Insolvenzverfahrens stehe die Sarrasani GmbH nicht komplett vor dem Aus - die Trocadero-Dinner-Show am Wiener Platz wird trotz allem am 3. November stattfinden und auch die Ausstellung Real Bodies wird planmäßig zum 31. Juli schließen.

jw

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