Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Rosenkrieg in Dresden-Nickern: Anwohner ärgert sich über die Stadt, die Blumen in der Blütezeit absäbelt

Rosenkrieg in Dresden-Nickern: Anwohner ärgert sich über die Stadt, die Blumen in der Blütezeit absäbelt

Es könnte alles so schön sein in der Herbert-Collum-Straße in Dresden-Nickern. Die Rosen zwischen den Parkbuchten stehen in voller Blüte und versprühen ihren Charme in zartem Rosa.

Voriger Artikel
Bisher rund 50.000 Besucher in den Dresdner Freibädern – Stadt mit Resonanz sehr zufrieden
Nächster Artikel
Nach 60 Jahren: Ehemalige der 9a der Dresdner Kreuzschule von 1952 trafen sich

Hans-Lothar Zilger mit den Blumen des Anstoßes: den Rosen in seiner Straße. Die müssen verschnitten werden, um den Gehweg benutzbar zu lassen.

Quelle: S. Herzog

Ein schönes Bild für die Anwohner der Straße, so auch für Hans-Lothar Zilger. Nur leider ist der Anblick meist nicht von langer Dauer. Ausgerechnet in der Blütezeit ging das Amt für Stadtgrün schon im vergangenen Jahr seiner Arbeit nach und säbelte die Rosen ab. Das gleiche Bild bot sich dem verwunderten Anwohner auch in diesem Jahr. "Dass die Büsche verschnitten werden müssen, ist ja angebracht. Aber kann man das nicht vor oder nach dem Blühen machen? Ausgerechnet in der Blütezeit, das stört mich", macht Hans-Lothar Zilger seinem Ärger Luft. Mit einer Kettensäge würden die beauftragten Arbeiter sogar ans Werk gehen.

Von dieser rabiaten Methode könne zwar keine Rede sein - die Maßnahmen erfolgen mit einer benzinbetriebenen Heckenschere, nicht mit einer Motorsäge -, der Rückschnitt sei aber notwendig und betrifft nur den Überwuchs in den Gehweg- sowie Fahrbahnbereich, verteidigt sich das Amt für Stadtgrün. "Die verwendete Rosensorte hat einen sehr starken Triebzuwachs über das ganze Jahr, dieser würde die Benutzung des Gehwegs sowie der Fahrbahn stark einschränken", erklärt Jörg Lange, zuständiger Abteilungsleiter.

Das Amt sei dazu verpflichtet, eine ungehinderte Nutzung des Gehweges, der Parkbuchten sowie der Fahrbahn zu gewährleisten. Und dies sei nur durch einen mehrmaligen Rückschnitt der Rosen zu gewährleisten. "Die Schnittzeitpunkte sind so gelegt, dass sie die Hauptwachstumszeit berücksichtigen, leider sind sie nicht mit der Blütezeit der Rosensorte vereinbar, da diese von Mai bis August anhält", so Lange weiter. Da nur der Rand der Sträucher bearbeitet werde, bleibe jedoch ein ansprechender Blütenflor erhalten. Genug für einen wahren Rosenfreund?

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2012

Christin Grödel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard

Viele können ihn kaum erwarten, den Herbst. Denn dann geht es mit Korb und Messer los in den Wald, um Pilze zu sammeln. Gut, wenn man sich ein wenig in Sachen Pilzen auskennt. Wir verlosen drei Bücher "Welcher Pilz ist das? Extra. Pilze und ihre Baumpartner" vom Kosmos Verlag. mehr