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Rettungsstellen in Dresden fühlen sich für Silvester gerüstet

Rettungsstellen in Dresden fühlen sich für Silvester gerüstet

Die Dresdner Leitstelle braucht Verstärkung. Zum Jahreswechsel wird ein Mann mehr in der Zentrale sitzen, in der alle Notrufe für Rettungsdienste, Feuerwehr und Krankentransporte eingehen.

Von Madeleine Arndt und franziska schmieder

Auch wenn sich schwer abschätzen lässt, was passieren wird, eines lässt sich mit Sicherheit sagen: Die Telefone laufen heiß. "Wir haben Silvester mindestens doppelt so viele Notrufe als sonst", sagt Frank Mühle von der Leitstelle. Ohnehin nähmen die Notrufe zu, selbst Weihnachten sei es nicht so ruhig gewesen, wie man es eigentlich kenne. Die Leitstelle ist laut Mühle für 35 000 Einsätze ausgelegt, doch in diesem Jahr lagen die Einsatzzahlen weit darüber.

Die Polizei startet regelmäßig mit einer Flut an Notrufeingängen ins neue Jahr. So wurden am 1. Januar 2011 insgesamt 355 Einsätze registriert, am 1. Januar 2012 waren es 343. In der Silvesternacht 2011/12 zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr früh klingelten die Telefone 261 Mal, wie Polizeisprecherin Jana Ulbricht berichtet. Das ist der Zeitraum, für den sich die Polizei am Montag besonders rüstet und mit Verstärkung im Dienst ist. Erfahrungsgemäß werden die Beamten in der Silvesternacht bei Streits und Prügeleien gerufen. Vermehrt gibt es auch Sachbeschädigungen, brennende Mülltonnen etwa und natürlich - Klagen wegen des Lärms. Das Fazit vom Silvester 2011 liest sich so: 13 Schlägereien, elf hilflose Betrunkene und 15 Sachbeschädigungen.

Bei dieser Bilanz lohnt sich das Ausschalten der Fahrscheinautomaten nicht. Im Gegensatz zu den Verkehrsbetrieben in Chemnitz und Leipzig, die aus Angst vor Vandalismus die Automatenschächte verschließen, kann der Dresdner weiterhin seine Karte lösen. Jedes Jahr entsteht den DVB zu Silvester allerdings ein Schaden im mittleren vierstelligen Bereich, schätzt Verkehrsbetriebesprecher Falk Lösch.

Die Feuerwachen sind in der Silvesternacht normal besetzt und die Kameraden auf alles vorbereitet, so auf Wohnungsbrände durch herumfliegende Feuerwerke, wie es letztes Jahr in der Johannstadt passierte. Auszuschließen sei, dass die Raketen Brände auf Wiesen und Ödland entfachen, dafür sei es zu feucht, sagt Frank Mühle.

Voll besetzt sind die Rettungsstellen im Dresdner Uniklinikum, vor allem die Chirurgie zur Behandlung von Brüchen und die internistische Rettungsstelle für Fälle von Übelkeit, Vergiftungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da zwischen den Feiertagen keine geplanten Operationen stattfinden, sind genügend OP-Säle und Krankenhausbetten frei. Man habe auf hohem Niveau alles abgedeckt und Rufbereitschaften organisiert, um gegebenenfalls Spezialisten dazu zu holen, sagt Kliniksprecher Konrad Kästner. Verletzungen durch Feuerwerke kommen laut Kästner weniger vor. Ein Problem sind eher der Alkohol und damit verbundene Sturzverletzungen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.12.2012

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