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Prisco verteidigt QF-Konzept am Dresdner Neumarkt

Prisco verteidigt QF-Konzept am Dresdner Neumarkt

Dauernd wird über gähnende Leere im "Quartier an der Frauenkirche" (QF) am Neumarkt gemeckert. Projektentwickler und Kaufmann Arturo Prisco kann das nicht verstehen.

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Grit Goepel, Filialleiterin bei "Cerês Men" räumt in der Einkaufspassage "QF" am Neumarkt Markenschuhe ins Regal. Hier erhalten Herren auch den Schuh nach Maß.

Quelle: Genia Bleier

Von Genia Bleier

Er selbst betreibt mit seiner Frau Helga gleich vier Läden mit hochwertigen Schuhen und kann sich über mangelndes Interesse nicht beklagen. "Ich bleibe meinem Gedanken treu, dass es mindestens in einem Quartier am Neumarkt das Besondere in hoher Qualität geben muss", sagt er nachdrücklich. So ähnlich formulierte er seinen Anspruch schon zur Erbauung des QF. Nur das Wort Luxus wird heute ein bisschen zurückhaltender gebraucht. Aber er gehört zum Programm: Luxus, sprich edle Marken, zu gestaffelten Preisen.

"Wenn ich große Konzerne nach Dresden holen will, brauche ich große Flächen. Dafür halte ich Platz frei", begründet Prisco leere Räume in der Einkaufspassage. Sechs Jahre nach der Eröffnung ist das große Umräumen im Gange. Viele Mieter wollten ihren Vertrag nicht verlängern, andere suchten mehr Fläche oder mussten Platz machen für Neuzugänge. Die Neuordnung konzentrierte sich nach Angaben Priscos bisher auf Erdgeschoss und Obergeschoss des QF. Das Untergeschoss soll nun als nächstes an die Reihe kommen.

Durchgängig verfolgt der Italiener sein Konzept des Besonderen. Dazu gehört zum Beispiel das Angebot von Maßarbeit, die speziell von Dresdner Kunden sehr gut angenommen werde. So korrespondiert Priscos gerade eröffnetes und erweitertes Schuhgeschäft Cerês Men mit der gleichfalls vergrößerten Damen- und Herrenmode von Gabriele Schilling. In beiden Geschäften kann sich Mann von Kopf bis Fuß nach Maß einkleiden. Im Obergeschoss erhält der Kunde im "Cerês Outlet" die gleichen exquisiten Schuhmarken zum halben Preis. In Kürze soll im Eingang zur Passage nun noch eine Geox-Filiale folgen, in der das Ehepaar Prisco deutschlandweit erstmalig auch eine Kollektion des britischen Schuhdesigners Patrick Cox anbieten will.

Neu wird zudem eine Konzentration der Luxus-Uhrenmarken sein. Auch hier ist Handarbeit Trumpf. So baut "Glashütte Original" derzeit einen eigenen Shop aus. Im Oktober soll Eröffnung sein. Neben der Präsentation von A. Lange & Söhne wird noch Juwelier Leicht im gesonderten Rahmen Markenuhren anbieten.

Ebenso vergrößert sich der Händler klassischer Uhren Karsten Kretzschmar. Laut Prisco will er den Platz aber für sein Schmuckangebot der italienischen Firma Pomellato nutzen. Dafür muss die Hypovereinsbank ein Stück nach hinten rutschen.

"Jetzt passt alles zusammen", freut sich Prisco. Die Edelmode-Anbieter Escada und Marina Rinaldi werden jetzt ergänzt durch Lacoste und die Markenvielfalt bei Dagmar Schreiber. Dafür wurden jeweils Ladenflächen zusammengelegt. Im Obergeschoss sorgt zudem Bose-Fachhändler René Arndt für das richtige Klangwunder - jetzt jeden Sonnabend von 16 bis 19 Uhr bei einem Glas Gratis-Prosecco. Auch so soll mehr Leben in die Passage einziehen.

Für das Untergeschoss sucht Vermarkter Prisco noch nach passenden Mietern. Mit einem, der Platz brauche sei er im Gespräch. Genaueres blieb offen. Nach der Pleite von Straccoland und dem Wohnaccessoires-Anbieter "jo+co" gibt es hier viel freien Raum. Die Bäckerei Reimann hat sich um eine Caféecke vergrößert und auch die Chocolaterie will bleiben. Aber der lange gewünschte Feinkosthändler ist noch nicht gefunden. Vielleicht wird es ja auch wieder Erzgebirgisches geben, sagt Prisco.

Für das leer stehende Restaurant neben dem QF-Hotel kündigt er ein zweites "Ristorante Ausonia" an. Dieser Italiener hat sich in der Königstraße einen Namen gemacht. Auch im Hotel gibt es Veränderungen. 870 000 Euro seien in den neuen Frühstücksraum investiert worden, sagt Prisco. Der alte ist zum Kongressbereich geworden. Und beim Eintreten in die Passage werden Besucher jetzt von einer weiteren Grazie der Künstlerin Malgorzata Chodakowska begrüßt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.09.2012

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