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Philharmonischer Kinderchor Dresden zu Gast in den Arabischen Emiraten

Philharmonischer Kinderchor Dresden zu Gast in den Arabischen Emiraten

Getreu diesem Leitfaden der Dresdner Philharmonie unternahmen 55 Mitglieder des Philharmonischen Kinderchors Dresden, darunter auch ich, Ende Februar auf Einladung der Deutschen Internationalen Schule Sharjah (DISS) eine Konzertreise in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

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Quelle: privat

Dresdens Klang unterwegs. Anlass dafür war ein Klangprojekt namens "Al Majilis Al Mussiki", das die DISS zum Islamischen Kulturstadtjahr initiiert hat.

So traf sich der Chor unter der Leitung von Chordirektor Prof. Gunter Berger am Dresdner Flughafen, von wo aus wir über München nach Dubai flogen. Dort angekommen, lösten Wärme, Sonnenschein, Palmen und Hochhäuser bei uns Staunen und eine riesige Vorfreude auf die bevorstehenden Tage aus.

Der Ritt auf dem Wüstenschiff

Nach einem kurzen Frühstück am darauffolgenden Morgen in meiner Gastfamilie trafen wir uns alle in der DISS, von wo aus uns Schulbusse zum Kulturzentrum Sharjahs, der Al Qasba, fahren sollten. Dort stand die erste gemeinsame Probe mit den Schülern der internationalen Schule auf dem Programm. Diese begann mit einem uns Choristen vertrauten Einsing- und Lockerungsprogramm, bevor wir dann in die Welt des arabischen Klanges eingestiegen sind.

Auch am Dienstagvormittag probten wir gemeinsam für das große Konzert, doch nach dem Mittagessen hieß es: ab in die Wüste zur Oase Rabia. Es erwartete uns das erste Abenteuer unserer Reise: In einem geräumigen Geländewagen fuhren wir durch die Wüste, unser Fahrer drehte die Musik laut auf und wir rasten in vollem Tempo die Dünen rauf und runter. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, auf Kamelen zu reiten. Ich war überrascht, dass ich auf dem riesigen Tier mehr oder weniger elegant vorwärts kam. Ein gemütlicher Abend am Lagerfeuer mit landestypischen Speisen rundete den Tag ab.

Am Mittwoch hieß es auch wieder proben, proben und nochmals proben, schließlich sollte am nächsten Tag das große Konzert stattfinden. Doch am Nachmittag blieb noch etwas Zeit, um mit meiner Gastfamilie einen Ausflug in den Central Souk in Sharjah mit mehr als 600 Geschäften zu unternehmen. Die Fülle an Läden und die Art der Verkäufer, für ihre Waren zu werben, beeindruckte mich sehr.

Am nächsten Abend präsentierten wir gemeinsam mit den Sharjah-Schülern unser Programm im Theater der Al Qasba, begleitet von einer arabischen Band. Es ist eine tolle Erfahrung, auf internationaler Ebene zu musizieren und zu spüren, wie Musik verbinden kann. Natürlich durften wir als Kinderchor auch unseren Gastgebern und den zahlreich erschienenen Zuschauern eine kleine Kostprobe unseres Repertoires präsentieren.

Ausflug ins Shopping-Paradies

Der Freitag war für alle ein freier Tag. Natürlich nutzten wir die Zeit, um nach Dubai zu fahren. Überwältigt von Hochhäusern und Shopping-Malls fuhren meine Freunde und ich durch die Stadt. Unser erstes Ziel war die berühmte Dubai Mall, das reinste Shopping-Paradies. Danach fuhren wir in ein schickes Hotel, von wo aus man eine tolle Sicht auf das Burj Al Arab, das bekannteste Hotel der Welt, genießen konnte. Langsam machten wir uns am Nachmittag auf zum Novotel Dubai, wo unser zweites Konzert geplant war.

Am darauffolgenden Tag trafen wir mit gemischten Gefühlen bei der DISS ein, von wo aus wir zur Oasenstadt Al Ain gefahren werden sollten. Einerseits war die Freude auf unser letztes Konzert und die geplanten Programmpunkte groß, andererseits wurde uns auch bewusst, dass dieser Sonnabend der letzte Tag für uns in den VAE darstellen würde. In der Dämmerung begann schließlich unser letztes Konzert. Als am Himmel die Sterne in voller Pracht zu leuchten begannen, war die Stimmung perfekt.

Doch dann hieß es Abschied nehmen: Als die Schulbusse an der DISS sich in Bewegung setzten, winkten alle noch einmal ihren Gasteltern, dann versank jeder in seinen eigenen Gedanken und Träumen. Ich glaube ich spreche für alle, wenn ich sage: eine unglaubliche Woche, eine tolle Erfahrung!

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.03.2014

Sophie-Luise Reschke

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