Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Google+
Nur 153.000 wollten bisher in Dresden baden gehen

Nur 153.000 wollten bisher in Dresden baden gehen

Nein, wirklich sonnig hat sich der diesjährige Sommer bisher wahrlich nicht gezeigt. Vergleichsweise tiefe Temperaturen, dicke Wolken und immer wieder Regen bestimmen das Bild.

Voriger Artikel
Geistig behinderte Todkranke erhalten selten adäquate Sterbebegleitung
Nächster Artikel
Enkel des letzten sächsischen Königs im Alter von 86 Jahren gestorben

73 000 Badegäste besuchten in diesem Sommer allein das Dresdner Georg-Arnhold-Bad am Großen Garten. Mit insgesamt aber lediglich 153 000 Besuchern fällt die diesjährige Freibadsaison eher mies aus.

Quelle: Dietrich Flechtner

Ein Umstand, der den Dresdner Freibädern gründlich die Saison verhagelt hat. 153 000 Badegäste konnte der Dresdner Sportstätten- und Bäderbetrieb bisher zählen. Im Vergleich zu den Vorjahren sind diese Zahlen "mies, um ganz ehrlich zu sein", muss Sven Mania, Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebs, eingestehen. "Im vergangenen Jahr waren es 40 000 mehr, im Jahr davor sogar noch weit mehr Besucher", führt Mania aus.

In diesem Sommer nutzten 73 000 Besucher das Georg-Arnhold-Bad als Kombination aus Hallen- und Freibad. Die meisten Badegäste, nämlich reichlich 25 000, konnte das Stauseebad Cossebaude verbuchen. Die Konsequenz aus den bescheidenen Besucherzahlen: weniger Einnahmen. "Aber wir versuchen, durch gezielte Maßnahmen, insbesondere durch die Anpassung der Öffnungszeiten, Kosten zu sparen", so der Leiter. Und eine Hoffnung bleibt, denn die Sommerferien haben gerade erst begonnen und der Monat August als typischer Ferienmonat steht noch bevor. Zeigt dieser sich sonnig, hofft Mania, dass ein Freibadbesuch bei jedem Dresdner auf dem Programm stehen wird. "Natürlich gehen wir davon aus, dass der August noch was rausreißt. Ansonsten könnten wir ja die Bäder schon morgen winterdicht machen", lässt Mania verlauten.

Aber selbst wenn das Wetter, wie jetzt gerade, mitspielt und für gefüllte Badelandschaften sorgt, an einem finanziellen Verlust wird auch das nichts ändern.

Schon im vergangenen Jahr verzeichnete der Sportstätten- und Bäderbetrieb ein saftiges Minus "Da das Badegeschäft ein Zuschussgeschäft ist, wird sich durch eine verstärkte Nutzung nicht wirklich ein positiver Effekt einstellen", erklärt Sven Mania das etwas paradox anmutende Prinzip. Denn jeder Badegast sorgt nicht etwa für mehr Einnahmen, sondern kostet demnach am Ende eine gewisse Subvention. Dennoch wolle man natürlich auch beim Sportstätten- und Bäderbetrieb, dass die Dresdner Freibäder voll sind und sich die Besucher wohlfühlen. "Das ist der beste Lohn für die Arbeit der Mitarbeiter in den Bädern", beschreibt Sven Mania.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2012

Christin Grödel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Boulevard